Kampf gegen Online-Adblocker statt für Finanzierung von Journalismus

→ Die Taz schreibt über den Kampf einiger Verlage gegen Werbeblocker. Aber nicht über die schon praktizierten Lösungen.

Es gibt fünf Gruppen:

  • Verlage, die Werbeblocker angreifen und Lesende mit Werbeblocker ausschließen.
  • Verlage, die Lesenden mit Werbeblocker ein Online-Abo anbieten (z.B. der Guardian).
  • Lesende, die einen Werbeblocker und von ihren Lieblingsverlagen ein Onlineabo haben, wo das möglich ist.
  • Lesende, die einen Werbeblocker haben, aber nichts zahlen wollen.
  • Lesende, die keinen Werbeblocker haben.

Zwei davon sind uneinsichtig und/oder dumm.

Der Artikel zeigt nur diese zwei, statt diejenigen zu zeigen, die Teil der Lösung sind. Und ist damit Teil des Problems: Verlage verleugnen die Existenz derer, die sie finanzieren wollen.

Tiefergehend ist die hauptsächliche Finanzierung des Journalismus durch Werbung ein gesamtgesellschaftliches Problem, weil sie dafür sorgt, dass Journalisten nicht für ihre Leserinnen und Leser schreiben, sondern für die Werbenden. Und das ist schädlich für jede Demokratie. Der Kampf gegen Werbeblocker ist daher gleich auf mehren Ebenen problematisch.

Daher sind drei der Gruppen gesellschaftlich problematisch, auch wenn nur zwei davon dumm sind, weil ihre Handlungen nicht mit ihren Zielen zusammenpassen (Artikel lesen / gelesen und finanziert werden).

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