Die Ballade des @mund S.

(Text: Arne Babenhauserheide zur Melodie von „Die Ballade von der Rentnerin Anna Mack“)

Der @mund S. war auch mal jung,
das ist vierzig Jahre her,
Da ging er in die Politik
und gab seine Freizeit her.
Er wurde Sekretär und schaffte Nachts,
während sein Chef schon schlief,
Und wälzte die Akten im ganzen Amt,
als jener zum Biere rief.

Und er half seinem Chef, bracht ihn hoch hinaus,
musst er dafür auch mal schrei’n,
Und so kam der ins Ministeramt,
doch lud er den @mund nicht ein.
Gab ihm keinen Lohn, nicht den besten Job,
und auch kein höheres Amt,
Doch @mund hielt aus und er sagte sich,
wenn er den Tag verdammt:

„Gib den Job nicht auf, kriegst du auch was drauf,
der Sieg wird einmal dein sein.
Hast du endlich Macht, dann hast du’s geschafft,
dann wirst du nicht mehr klein sein.“

Und er diente dem Strauß als Privatsekretär
und herrscht’ so beinahe schon,
Doch dann starb der Strauß, ließ ihn ganz allein,
und sprach ihm im Tode noch Hohn,
Denn über dem @mund mit dem scharfen Blick
standen zwei ältere noch,
Vom Strauß selbst gewählt, freundlich abgenickt,
wurden sie @mund zum Joch.

Doch er hielt sein Amt, macht es ganz allein,
und baut’ seine Macht wieder auf,
Wurde Fraktionschef und siegte diesmal,
doch der Bürger sah nicht zu ihm auf,
Drum sprach er nun härter "Unser Boot ist voll"
und Bayern für die Republik,
und die Menschen hörten die Worte so scharf
und sie sagten, „das finden wir schick“
Und da sagte er sich „Nein das reicht mir nicht“

„Gib den Job nicht auf, kriegst du auch was drauf,
der Sieg wird wieder dein sein,
hast du noch mehr Macht, dann hast du’s geschafft,
dann wirst du nie mehr klein sein.“

Und er wurde Parteichef, sah nach neuem Ziel,
das seinen Hunger noch stillt,
Und er sah die Merkel und er sagte sich laut
„Das geht nicht, dass die uns zumüllt!“
Als Kanzlerkandidat wollte er sich gern seh’n,
er war darin ganz vernarrt,
Darum kämpfte er wütend mit Kraft
und er blieb so immerzu hart.

„Gib den Job nicht auf, kriegst du auch was drauf,
der Sieg wird wieder dein sein,
hast du noch mehr Macht, dann hast du’s geschafft,
dann wirst du nie mehr klein sein.“

Er kämpfte um den Sieg, zeigte mehr Gebiss,
zu einem Lächeln verzerrt,
Und es blieb kein Gegner in der eignen Partei,
der ihm den Weg versperrt,
Doch der Bürger selbst mochte ihn noch nicht,
er sprach bei weiten zu hart,
Er war zwar kompetent, doch man glaubte ihm nicht,
sie war’n in den Schröder vernarrt.

Trotzdem lag er lang vorn, bis die Flut dann kam,
und ihm die Ernte versaut,
Und sein Gegner holt auf, denn der schien immer nett,
weil er auf Gefühle baut’.
Am Wahltag dann wurd’ es wirklich knapp,
sie rannten Kopf an Kopf,
Der @mund rannte und rannte gar schnell,
doch Westerwelle stahl seinen Schopf,
Und da sagte er sich, gab den Kampf doch nicht auf:

„Gib den Job nicht auf, kriegst du auch was drauf,
der Sieg wird wieder dein sein,
hast du noch mehr Macht, dann hast du’s geschafft,
dann wirst du nie mehr klein sein.“

Und da fiel er doch in ein tiefes Loch denn er merkte,
mit Macht gabs kein frei sein,
Und so gab er ab, diese faule Gab,
und so er musste er nie mehr klein sein,
und so konnte er endlich frei sein,
Und die Welt konnt’ ein besserer Ort sein.

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Willkommen im Weltenwald!
((λ()'Dr.ArneBab))



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