Das Internet: Öffentlicher Stammtisch mit selbstgewählten Regeln

-> Leserbrief zu Scheinfreiheit: Bollwerk der eigenen Blogosphäre in der Stuttgarter Zeitung.

Ihre Aussage, dass die traditionellen Medien uns vor Rüpeleien bewahren, das Internet aber nicht, ist so nicht ganz korrekt. Zumindest in größeren Neuigkeitenseiten wie z.B:. den Neuigkeiten zu KDE gibt es oft Methoden, mit denen Kommentare demokratisch bewertet werden, so dass die Normen nicht mehr vom Redakteur vorgegeben werden (müssen), sondern durch (interessens-)demokratische Bewertungen bei jedem Beitrag neu entstehen. Wer zu schlecht bewertet wird, dessen Beitrag wird eingeklappt (Nutzer können die Beiträge allerdings ausklappen, um sie trotzdem zu sehen - die Information bleibt also erhalten, wird nur als irrelevant gekennzeichnet).

Was sich geändert hat ist auch nicht unbedingt der Umgangston, sondern nur, dass jetzt auch die Meinungen öffentlich sind, die früher nur am Stammtisch geäußert wurden.

Auf die Art bildet das Internet ein authentischeres Stimmungsbild des Teils der Bevölkerung, der seine Meinung kundtun will, als die traditionellen Medien.

Wer im Internet "gute" Diskussionen will, muss allerdings selber Regeln schaffen, was "gut" eigentlich bedeutet. Wenn z.B. eine Gruppe konstruktive Diskussionen führen will, dann kann sie sich die Regel auferlegen, dass jeder rausfliegt, der nur beleidigt. Ein Beispiel dafür sind die Regeln, die viele E-Mail-Listen verwenden:

Einer der komplexeren Leitfäden ist How To Ask Questions The Smart Way.

Effektiv beschreibt der Text auch Mechanismen, mit denen Diskussionen von vielen Programmieren in der Freie Software Gemeinde auf der positiven Ebene gehalten werden, auf der sie diskutieren wollen.

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Willkommen im Weltenwald!
((λ()'Dr.ArneBab))



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