Kommentar

Macron zu stark oder zu schwach — beides wäre schlecht

Update: Macron hat mit 65% der Stimmen gewonnen, gleichzeitig haben 4.2 Millionen ihre Stimme ungültig gemacht (8,9%). Damit ist das klare Fazit: Mélenchons Unterstützerinnen und Unterstützer haben richtig entschieden. Ihre Stimmen wurden gegen Le Pen nicht gebraucht und wären so fälschlicherweise als Unterstützung von Macrons Politik gewertet worden.
Aller Angstmache zum Trotz haben diese 4,2 Millionen Franzosen nach ihrem Gewissen entschieden — und sich nicht von dem ihrer Meinung nach kleineren Übel vereinnahmen lassen.

Update: Macron wurde gehackt, eine Stunde bevor die französischen Medien die Berichterstattung zur kommenden Wahl stoppen. Buzzfeed charakterisiert das passend als politische Sabotage — Vorsicht mit den Gerüchten, die aufkommen, besonders mit denen, die Empörung hervorrufen sollen. Es wird kaum etwas relevantes geben, das wir nicht bereits vermuten, aber viele Falschdarstellungen und Faktenverzerrungen, die nur mit mehreren Wochen an Recherche wirklich geprüft werden können.

→ in der Taz werden gerade Linke dafür angegriffen, Macron nicht unterstützen zu wollen (¹ ² ³ …). Die Nachdenkseiten haben das Problem thematisiert. Das hier habe ich in der Taz dazu geschrieben.

Wer Macron nicht wählt, geht das Risiko ein, dass zu viele so entscheiden.

Wer Macron wählt auch.

Claudia als Präsidentin!

Gauck hört auf — JA! Dann ist endlich das Kriegs-Verantwortungs-Gauckeln vorbei.

Jörg Rupp schlägt Kretschmann vor (wohl, um ihn in BW loszuwerden). Ich halte das für gefährlich: Der nimmt das noch ernst!

Daher schlage ich Claudia Roth vor — wenn sie wieder Punk-Konzerte veranstaltet!

Erben der Scherben, Die Toten Hosen und Früchte des Zorns im Schloss Bellvue zur Begrüßung von Trump/Clinton, das wäre stilvoll.

Der Abmahnwahn ist unethisch, egal ob bei Flüchtlingen oder Deutschen

Kommentar zu Massenabmahner nehmen Flüchtlinge ins Visier in der c't.

Es ist für Flüchtlinge normal, Medien entgegen urheberrechtlichen Begrenzungen zu genießen?

Das gleiche gilt auch bei Deutschen — nur dass viele hier auf Streamingseiten ausgewichen sind, bei denen nur die Seiten illegal (und noch dazu kommerziell) sind, die Nutzer aber nicht gegen das Urheberrecht verstoßen (seit 2014, dank Europäischem Gerichtshofabc1).


  1. Ich warte darauf, dass Gerichte erkennen, dass bei Torrents die Uploads auch ein “Integral and essential part of a technological process and carried out for the sole purpose of enabling either efficient transmission in a network between third parties by an intermediary…” sind, also ebenfalls keinen Urheberrechtsverstoß darstellen können.

    Gibt es außer der weit höheren Effizienz von Popcorn time aus dieser rechtlichen Sicht einen echten Unterschied zwischen Popcorn time und regulären Streamingseiten?

    “efficient transmission in a network between third parties by an intermediary” — ja, genau das ist BitTorrent. 

„Kein Shitstorm kann jemals so schlimm sein wie der Applaus von Leuten, die auch klatschen, wenn ein Flüchtlingsboot mit 800 Menschen im Mittelmeer versinkt“

Ich habe Circus HalliGalli immer ignoriert, weil mich der Stil genervt hat. Aber hier ziehen sie die Rote Linie klarer als irgendwer anders, den ich bisher dazu gehört habe:

„Keine Fernsehquote, kein Shitstorm kann jemals so schlimm sein wie der Applaus von Leuten, die auch dann laut klatschen, wenn ein Flüchtlingsboot mit 800 Menschen im Mittelmeer versinkt.“

Volker Pispers und Weltverbesserer

→ geschrieben in einer Diskussion über eine Aufzeichnung von Volker Pispers.

D. Müller schrieb:

„Wie Pispers schon sagte: die Deutschen heben allenfalls die Karten auf um sagen zu können, sie warn im Widerstand“ — D. Müller

warum sagte er das wohl? Die Aussage ergibt nur Sinn, wenn dadurch ein paar weitere wirklich etwas mitnehmen und aktiv werden - oder die Kraft daraus ziehen, aktiv zu bleiben.

Panorama zu Fracking: Unausgeglichen

→ Kommentar zu den Beiträgen Brennende Wasserhähne: Wie gefährlich ist Fracking? und alles andere als irreführend von Panorama.

Mir kam bei ihrem Beitrag komisch vor, dass Fracking immer wieder mit konventioneller Gasförderung verglichen wurde und es hieß, es sei nicht viel gefährlicher.

Die Frage, ob konventionelle Gasförderung in eng besiedelten Gebieten zu Gefährdungen führt, haben Sie allerdings nicht gestellt. Jegliche Öl- und Gasförderung ist eine Risikotechnologie.

Senkung der Schwellen zur Mitarbeit in Parteien

Kommentar (der noch nicht freigeschaltet wurde??) zu einer Antwort zum Artikel Können wir jetzt bitte mal über die Fünf-Prozent-Hürde reden?, in dem Stefan Niggemeier (und viele Kommentierende) die Wahl nachbesprechen.

@G. B.: Die Mitarbeit in Parteien finde ich einen interessanten Punkt. Um sie zu verbessern müsste der Zeitaufwand deutlich geringer und die Schwelle zur Mitarbeit und Mitgestaltung geringer sein.

Kommentar zu Damsel in Distress: Schwache Darstellung von Frauen in Computerspielen

→ Ein Kommentar zu der Video(-spiel)-Analyse Damsel in Distress. Im ersten Teil beschreibt darin Anita Sarkeesian von Feminist Frequency, wie Frauen in Computerspielen vor allem in schwachen Rollen dargestellt werden („Damsel in Distress“ bedeutet in ihrer Beschreibung in etwa „Jungfrau, die Rettung braucht“). Im Zweiten spricht sie dann von Geschichten, in denen Männer auf Rachefeldzug gehen, nachdem ihre Frau oder Freundin getötet wurde.

Update (2013-08-11): In Folge 3 der Serie hat Anita fast alles umgesetzt, was ich hier geschrieben habe - und Aquaria beschrieben. Sehr cool!1

Inhalt:

Teil 1: Schwache Frauen

Dem ersten Video stimme ich zu: Frauen werden weitaus häufiger als schwache Charaktere gezeigt, die gerettet werden müssen.

Was ich dabei nicht verstehe ist, warum noch nicht in 90% der Spiele beim Start das Geschlecht des Hauptcharakters gewählt werden kann.

Aber schauen wir doch einfach mal, an welche Spiele ich mich am stärksten erinnere - als Näherung für die Frage, welche Spiele mich am meisten beeinflusst haben:


  1. Part 3 of Damsel in Distress got much better than part 2, I think. Well worth watching!
    With a (short) nod to Drakan (I only played the demo, but that was awesome) and a nice reference to Aquaria. Though she leaves out Naija fighting against huge monsters and talks instead about cooking and learning about her backstory. But actually 80% of the game is spend diving through deep waters, battling hostile underwater creatures to beautiful music and using tunes to cast spells. At least that’s true as soon as you learn the self-transformation spells to switch into battle-forms.
    On the story-idea in the end: I’d wish for an alternative start: The evil overlord who captured the princess comes to her to gloat about a prophecy which says she will be saved by a noble knight, and that this prophecy will never come true. Instead of hoping for a prince, she decides to leave, not intending to become anyones price.
    PS: Preexisting Stereotype about men: dumb husband who never accomplishes anything meaningful and is laughing stock of his family. That’s the trope employed in many comedy shows on TV… 

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Umgekehrter Brückenzoll: Die Verlage laden Google ein — und fordern Geld dafür

Update (2014-10-01): Und jetzt machen die das: »Pressemitteilung der VG Media: "Google erpresst Rechteinhaber."«
Sie fordern den Umgekehrten Brückenzoll. Und natürlich kein Wort dazu, dass es auch Rechteinhaber gibt, die ein Leistungsschutzrecht gar nicht wollen, weil sie dessen idiotie erkennen.

Taz verdreht 25.000 Protestunterschriften zu einem Misserfolg Googles

Die Taz nennt es einen Misserfolg Googles, dass an einem Tag 25.000 Leute gegen das Leistungsschutzrecht unterschrieben haben, weil kaum jemand zum Telefon gegriffen hat.

Ich habe ihnen daher das folgende geschrieben:

Wieso hätte ich anrufen sollen? Ich habe mich in die Petition eingetragen und darüber gebloggt.

Ich vermute, so haben es viele andere auch gemacht.

Und Googles Seite war auch so strukturiert, dass das Verhalten gefördert wird: Petition, dann optional noch die Möglichkeit anzurufen. Von „auf den Bundestag hetzen“ kann also keine Rede sein.

Genital-Verstümmelung ist der Fortpflanzung nicht dienlich, sondern hemmt sie

→ Kommentar zu einem Kommentar zu Religion vs. Kinderrechte in der Taz.

Nana behauptete, säkular aufgewachsene würden sich nicht vermehren und Verstümmelung würde der Fortpflanzung nutzen.

@Nana: Ich habe zwei Kinder und meine Frau will unserer Tochter Ohrlöcher stechen - in Spanischer Tradition.

Wir haben abgemacht, dass wir das machen, sobald sich die Kleine selbst dafür entscheiden kann (und das tut).

Eure Rhetorik schadet den meisten Künstlern - und der Gesellschaft - offener Brief an ver.di Publik

→ Zu Filme im Kino - und im Netz in ver.di-Publik.

Sehr geehrte Publik-Autoren,

Ich habe schon vor einem Jahr mit Schrecken zur Kenntnis nehmen müssen, dass ver.di den Verwertern das Lied singt und erzählt, dass die Mehrheit der Leute in Deutschland dafür kriminalisiert werden soll, das sie offen das weitergeben, was sie lieben - und dafür nebenbei eine vollständige Überwachung jedes einzelnen hier geschaffen wird.

Kinderschutzvereine: Lasst euch nicht von Innocence in Danger vereinnahmen

Kommentar zu Missbrauchsinitiativen gegen Grüne-Politiker, in dem Jörg Rupp aufs Übelste diffamiert wurde, weil er im Rahmen geforderter Internetzensur von „der alten Kinderpornoleier“ gesprochen hat.

Zitat in der Taz, durch Christian Füller:

«Realer Missbrauch habe meistens irgendwann ein Ende, sagte Enders, „die kinderpornografischen Bilder aber lassen die Kinder nicht mehr los“»

Übersetzung: Der Missbrauch lässt die Kinder wieder los, die Bilder aber nicht… Na wenn das ein Experte sagt, kann der Missbrauch ja nicht so schlimm sein…

- bissigster Sarkasmus Ende -

Nein, Missbrauch lässt Kinder nicht wieder los! Im Gegensatz zu Bildern verletzt echter Missbrauch das gesamte Leben, von dem Moment des Missbrauches bis zum Tod.

Und Leute, die solche Sprüche bringen, erdreisten sich, über die Wortwahl von anderen meckern.

Wenn eine andere Gruppe von Gefahren des Netzes für Kinder gesprochen hätte, wäre das vielleicht interessant. Aber, um es einfach und offen zu sagen:

Innocence in Danger ist verbrannt.

Gauck zu digitaler Gesellschaft: Angst schüren

→ Antwort auf den Kommentar „nicht alles kopiert“ zum Artikel Gauck zu digitaler Gesellschaft in der Taz

@grafkoks2002: Erstens darf der Autor des Artikels nicht komplett zitieren. Ist urheberrechtlich verboten.

Vereinfacht heißt nicht falsch, sondern verständlich - Eine Nadel in der Filterbubble-Rhetorik

Kommentar zu Gauck in der Filterbubble oder wie wir lernten den Kontext zu ignorieren.

Dein Beitrag impliziert, dass Vereinfachung bedeutet, dass die getroffenen Aussagen falsch sind und es keinen Hintergrund gibt.

„Moral muss man sich leisten können“ - Falsch: Man darf sich seine Rechte nur nicht stehlen lassen!

→ Kommentar zu einem Kommentar in der Taz, der sagte Wer kein Geld hat, hat auch keine Rechte […] Moral muss man sich leisten können.

@Thomas Fluhr: Völliger Unfug. Geld ist nur ein Austauschmedium, das pervertiert wird, um Macht auszuüben.

Frei heißt: Keine Macht

Um sich Rechte leisten zu können, muss man nur unabhängig von Leuten sein, die einem diese Rechte wegnehmen wollen. Oder sich unabhängig machen.

Wir brauchen mehr „wir haben keine Chance, also ergreifen wir sie!“

→ Kommentar zu Schreddern wir Europa? in der Taz.

Ich dachte gerade „endlich mal wieder ein richtig guter Artikel zu Europa in der Taz“ - bis zum letzten Absatz.

„Wir müssen Zeit gewinnen, brauchen soziale Bewegungen,damit Europa bei allen ankommt“, usw. Ja, ja und ja!

„Deswegen müssen wir den Euro abschaffen“, der als einziges wirklich bei allen ankommt, weil jetzt Jede in jedem Land ohne umtauschen kaufen kann - zur Not übers Netz.

Hä? Hallo?

Es gibt eine Neo-Tastatur zu kaufen

→ Hörerbrief an den MDR zum Beitrag Kann man mit der neuen Tastaturbelegung "Neo" wirklich schneller tippen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe gerade ihren Beitrag zu dem Neo-Layout gelesen und möchte einen Fakt korrigieren: Es gibt zwar noch keine Tastatur mit Neo-Layout im regulären Handel, aber sie lässt sich Online bestellen:

neo-tastatur.de

Meine sieht zum Beispiel so aus:

Undemokratische Politiker fürchten spontane Treffen

→ Kommentar zu dem Artikel Innenminister sagen Massenpartys Kampf an Verbot von Facebook-Partys gefordert aus der taz.

Jetzt wollen sie also verbieten, dass sich irgendwelche Leute spontan irgendwo treffen.

Das neue ist, dass sich inzwischen 1000 Leute ohne großen Aufwand verabreden können.

Und vor dieser Organisationsmacht haben die Politiker natürlich Angst, denn bisher konnten sowas halt nur die Boulevard-Schwätzer (wieviele Leute tauchen auf, wenn ein Promi zu Besuch kommt und die Hetz-Zeitung darüber schreibt?).

Was heißt eigentlich „krank“?

→ Kommentar zu dem genussvollen aber kurzsichtigen Grünenbashing „Krankheit ins Weltkulturerbe?“ Danke an Benjamin für das Aufzeigen des eigentlichen Problems in dem Artikel.

Ich finde es schade, dass du deinen gesamten Artikel auf einer Spitzfindigkeit aufziehst. Du sagst „Krankheiten sind etwas, das wir bekämpfen können“ (was ich positiv finde), lässt aber die Frage weg, was eigentlich eine Krankheit ist, und warum wir sie als negativ sehen.

23% weniger sind nicht wegzudiskutieren

→ zu einem Kommentar zu Alice und die Mädels in der taz.

@Elisabeth: Wäre schön, wenn das Geschlecht heute wirklich so wenig Einfluss hätte.

~23% weniger Lohn für Frauen1 sind aber auch isoliert betrachtet ein nicht kleinzuredender Batzen.

Seit Schwarzer in Bild ist, ist nur leider klar, dass sie nichts mehr zum Besseren bewegen kann, sonst hätte die Bild sie kaum reingenommen.


Kauft nichts Unfreies: Es gehört nicht euch, denn Sony darf Linux auf der PS3 aussperren

→ Antwort auf den Kommentar Denkt bitte an diesen Unsinn hier, wenn ihr nächstes Mal von Sony was kauft zum Artikel Klage gegen Sony wegen Linux-Aussperrung von der PS3 weitgehend abgewiesen auf Heise.

Ich habe aufgehört von Sony zu kaufen, als ich Ersatz für Wattepads meiner 70 Mark Kopfhörer brauchte

Studien mit beschränktem Bereich zur Meinungsmache gegen Bio

→ zu „Bio überzeugt immer weniger…Grund: kritische Studien“ in der Taz.

Ich erinnere mich an diese Studien.

Eine sagte „Pestizide haben wir nicht untersucht, sondern nur Vitamingehalt“. Anders gesagt „Vielleicht vergiften sie sich mit konventionellen Lebensmitteln oder züchten Antibiotikaresistente Erreger, das haben wir nicht aber geprüft.“ bzw. „Bio enthält viel weniger Gift, hat aber nicht mehr Nährstoffe, deswegen ist es nicht gesünder“.

Verklagt Guttenberg wegen Urheberrechtsverstoß mit Gewinnerzielungsabsicht

→ zu „Guttenberg soll Text der US-Botschaft kopiert haben“ in der Welt.

Verklagt Guttenberg wegen kommerziellem Urheberrechtsverstoß.

Belasst es aber nicht dabei.

Die Grünen haben weit vor der CDU entschieden, dem JMStV nicht zuzustimmen – ohne sie wäre er durchgegangen

→ zu Jugendmedienschutz-Novellierung endgültig gescheitert in heise.

Die Information im Artikel, dass die Grünen vor der Entscheidung der CDU dem JMStV zustimmen wollten ist schlicht falsch.

Grüne enthalten sich zu Volksentscheid über Stuttgart 21 – mit Grund

→ Kommentar zu „Die GRÜNEN“ von Pantoffelpunk über die Enthaltung der Grünen zur Volksabstimmung über Stuttgart 21.

Die Grünen hatten einen Änderungsantrag gestellt. Anscheinend waren sie also mit dem Volksentscheid, wie die SPD ihn wollte, nicht zufrieden – was auch sehr sinnvoll sein kann. Wenn der Volksentscheid dafür da war, um „die dringend notwendige breite Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger zur Umgestaltung des Bahnknotens Stuttgart und zur Neubaustrecke Wendlingen/Ulm zurückgewinnen“ (Titel des Antrags der SPD!), sollte kein Gegner von Stuttgart-21 dafür stimmen.

Die Polizei sollte in Demokratien im Sinne der Bürger handeln

*→ In Wer am Lautesten schreit, kriegt Recht im Filterblog schreibt Jan, dass die Polizei die Aufgabe hat, den Willen der Regierung durchzusetzen, zur Not auch gegen die Mehrheit der Bürger.

Brückenwächter ohne Schlucht: Die Misere der Medienunternehmen

Die Medienunternehmen waren früher sinnvoll, weil sie

  1. Die Medien zu den Bürgern gebracht haben, denn damals waren Entfernungen noch eine ohne Hilfe nur schwer zu überwindende Schlucht,
  2. Diejenigen Medien ausgesucht haben, die den Kunden vermutlich gefallen und
  3. Infrastruktur zur Produktion von Medien angeboten haben.

Das erste kann das Internet heute besser.

Für das Zweite degegen können sie immernoch sinnvoll sein: Sie filtern das riesige Angebot für mich, so dass ich nicht von der schieren Masse erschlagen werde.

Und auch das Dritte kann noch funktionieren.

Die Versuche Tauschbörsen zu stoppen: Etwas Geschichte von Napster über edonkey und Gnutella bis BitTorrent, i2p, tor u. Freenet

Das hier ist keine Geschichtstheoretische Abhandlung, sondern ein unvollständiger Erfahrungsbericht1, wie sich Tauschbörsen entwickelt haben, und was die Versuche, sie zu zerstören, bewirkt haben.

Sie ist Teil meiner Antwort auf die Begründung von Herrn Bütikofer zu seiner Abstimmung bei Gallo.

Um es sehr kurz zu machen: Tauschbörsen könnten nur um den Preis einer schlimmeren Zensur als der chinesischen gestoppt werden, denn jeder Datenaustausch müsste vollständig kontrolliert werden. Das ist möglich, aber nur auf Kosten der Privatsphäre und der Rede- und Pressefreiheit.


  1. Meine Erfahrung kommt von Jahren der Nutzung. Ich habe mit Napster angefangen, bin dann zu Gnutella gewechselt und habe nebenbei von Zeit zu Zeit edonkey verwendet und ein paar andere getestet. Seit einigen Jahren bin ich Moderator im GDF, der Mailingliste der Gnutella Entwickler, über die bis Mitte 2008 die Entwicklung koordiniert wurde und irgendwann 2004 habe ich Gnutella für Benutzer geschrieben, das die Funktionsweise von Gnutella in allgemeinverständlichen Worten erklärt (Deutsch und Englisch). Zwischendrin habe ich verschiedene anonyme Netze getestet, z.B. ants und i2p, und BitTorrent als normaler Nutzer verwendet. Heute verwende ich das Freenet Projekt, weil ich darin die beste Versicherung dafür sehe, dass wir einen Ort haben werden, an dem wir den Kampf für die Rede- Meinungs- und Pressefreiheit koordinieren können, wenn die sich aktuell abzeichnenden Zensurgesetze beschlossen werden sollten (und ihre Anwendung sich ausweitet – wie leider zu erwarten ist). Kurz: Ich habe mehr oder weniger direkt all das erlebt, von dem ich hier schreibe. 

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Willkommen im Weltenwald!



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