Made in Germany
Ich finde es irreal, wenn Leute über ein Ende von Made in Germany reden, während ein Großteil der Produktion hochentwickelter Chips von Zeiss abhängt (über ASML und TSMC), Deutsche Wärmepumpenhersteller in Norwegen zu den Platzhirschen gehören und VW den E-Auto-Markt in der EU dominiert.
Ja, nicht alles ist perfekt, und der Wechsel auf einfacher zu bauende Elektromotoren bedroht ganze Zuliefergruppen, und manche Firmen wurden verkauft, produzieren aber noch hier, und bestimmte Industriebereiche sind in Schwierigkeiten, und die Mieten werden immer problematischer. Aber zwischen ständigem Schlechtreden kommt immer wieder die Meldung „Deutsche Wirtschaftskraft überraschend gewachsen“ oder „Deutsche immer reicher“ (2026, 2025, 2024).
Warum überrascht das immer wieder, während Deutschland ein konsequent steigendes Pro-Kopf BIP hat, mit dem es weltweit nahe der Spitze ist, auch in Lebenszufriedenheit?
Und dass wir unsere Abhängigkeit von Öl und von Gas seit 2011 immer weiter reduzieren, stärkt unsere Wirtschaft, ist aber im BIP nichtmal abgebildet.
Das ist konsistent damit, dass die meisten Deutschen ihre eigene Situation gleichbleibend als gut beschreiben – mit dem einzigen Einbruch, als Putin die Ukraine angegriffen hat, danach aber wieder stabilisiert. Dass die meisten Deutschen das, was sie verlässlich einschätzen können, also positiv bewerten.