Männlich ist männlich
Mich irritieren die aktuellen Diskussionen über Männlichkeit. Was mir da fehlt:
- du hast die Freiheit, der Mann zu sein, als der du dich gut fühlst.
- nur weil ich ein Mann bin, lass ich mir von niemandem verbieten Emotionen zu zeigen.
- meine Tochter darf das – und ich darf es auch
- zu machen, was meine Frau will, ist männlich.
- zu machen, was ich selbst will, ist männlich.
- mich für meine Familie zu entscheiden ist männlich.
- meinen Kindern vorsingen ist männlich. Vorlesen auch.
- in Computerspielen Frauen zu spielen ist männlich. Männer zu spielen auch.
- Frauen zu begehren ist männlich. Männer zu begehren auch. Und gar nicht zu begehren ebenso.
Ich denke bei „X ist männlich“ inzwischen meist an den Charakter Elfman aus Fairy Tail (Anime): der sagt zu allem „ist männlich“.
Damit lassen sich Männer einengende Stereotype gut brechen.
Eine Analyse zum Thema: https://joswig.eu/2026/07/03/moderne-maennlichkeit/
Dass die Analyse zuerst gefüllt wird von den alten Bildern, irritiert mich allerdings. Denn sie sagt selbst: “in dieses Vakuum strömen jetzt die alten Bilder zurück”.
Statt Boxen als Thema hätte ich mir daher Radfahren gewünscht. Rennradler, der alle Grenzen überwindet.
Und auch wer in weiblichem Körper geboren wurde und sich entscheidet, als Mann zu leben, ist männlich. Wer behaupten will, die tragende Stimme bei Snow & Bone habe keinen fucking männlichen Bass, hat keine Ahnung von Stimmen. Das geht durch und durch.