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Expedition nach Peru

Es ist der 1. März 1921. Ich bin Joseph N. Balard. Privatgelehrter, Ex-Offizier und Wissenschaftler. Ich reise nach Peru, um Geheimnisse zu erkunden und neue wissenschaftliche Erkenntnisse für die nächsten wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu gewinnen. Mit mir reisen mein persönlicher Assistent Charles Mortimer Simpton III, der Großwildjäge Westley Richards mit seinem Hund und Bruce Robertson, ein junger Archäologe.

Wir spielen die Cthulhu-Kampagne Masken des Nyarlathotep. Spoiler-Warnung: Wer die Kampagne noch spielen will, sollte hier aufhören zu lesen.


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Nach Lima

Charles hat eingepackt, was wir brauchen. Wir steigen in das Schiff nach Peru — seit 1824 unabhängig, fortschrittlich, mit Wahlrecht für alle Wohlhabenden.

Am Freitag den 18. März erreichen wir gerade rechtzeitig das Hotel Mauri. Ein Glück, dass Charles vorausschauend und akkurat plant. Wir sitzen in einer Bar vor dem Treffen.

Plötzlich verschwimmt die Bar. Ein Gang, vorne das Zimmer 410. Wir stürmen hinein. Und begegnen unserem Schicksal. Ein paar kräftige Getränke später haben wir das verdrängt. Ich glaube Westley hat es auch gesehen.

Tag Eins

Wir kommen in die Bar Cordano. Holzvertäfelungen und Fliesen. Ein Maitre begrüßt uns und winkt einem Mädchen, das uns zu Sir Larkin bringt, dem Leiter der Expedition.

Drei sitzen schon am Tisch. Ein schlaffer, magerer Weißer mit Augenringen, August Larkin. Seine Sprechweise ist intensiv und er riecht nach Parfüm. Charles meint, er hat Südafrikanischen Akzent. Neben ihm ein hagerer Weißer mit stechenden, blauen Augen und abgetragenem Anzug. Sen Mendoza. Spricht Spanisch. Und ein Schwarzer im eleganten Anzug, kurzem Haar und Pfeife. Jessie Hughes. Reporter.

Wir wollen Artefakte aus einer Pyramide sichern. Ein Alpaka-Hirte hat Larkin davon erzählt; er hat Artefakte aus der Pyramide verkauft, Artefakte aus echtem Gold: einen Becher aus Gold mit geom. Muster und Türkis Einlagen und einen Anhänger in Gestalt eines Mannes mit 2 Stäben (Gold). Der Großvater des Hirten hat sie gefunden und hat gewarnt, dass die Pyramide ein schrecklicher Ort ist. Sie wird uns also sicher viel Bemerkenswertes bringen.

Larkin wird im Laufe des Abends immer blasser. Zittert etwas. Erzählt, es wäre Malaria gewesen. Er nennt Mendoza sein Faktotum.

Als Larkin und Mendoza sich zurückziehen, fragt uns Hughes, ob wir Larkin glauben. Hughes schreibt Bücher über Geheimgesellschaften in Peru. Er heißt eigentlich Jessi Alias und meint, Larkin hätte noch keine Einheimischen gefunden, die ihn führen. Er finanziert alles selbst und wirkt, als wolle er vor allem Geld. Professor Sanchez aus Peru hat Larkin abgelehnt. Einheimische erzählen sich über Señor de Mendoza, er sei ein Charisiri, kein Mensch, sondern ein Vampir, der sich von Menschenfett ernährt. Kein Wunder, dass sie bei so einem Aberglauben die Expedition nicht unterstützen. Glaubt, Larkin und Mendoza seien Teil eines Todeskultes. Laut Bruce passen die Artefakte von Zeit und Region her nicht zusammen.

Wir fahren in 3 Tagen mit 3 Lastwagen. Laut Charles war kein Tee im Gepäck. Wir packen noch eine Kamera.

Am nächsten Morgen treffen wir mit Jessi Hughes den Professor Sanchez. Nach etwas Smalltalk erzählt er, dass er eine Studentin geschickt hat, Artefakte zu holen. Sie verspätet sich. Charles geht sie suchen. Er findet sie gestorben und mumifiziert im Keller. Wir begleiten den bleichen Professor nach unten. Ich dachte, ich hätte im Krieg alles gesehen, aber das hier ist schlimmer. Während ich mit dem Professor nutzlos herumsitze folgen Charles und Wesley einer Spur blutiger Fußabdrücke nach oben. Noch etwas, in dem ich hinter die Erwartungen von Josef zurückfalle. Jessi meint, das sieht aus wie die Charisiri Legenden.

Die Polizei verhört uns, dann gehen wir zurück ins Hotel.

Tag Zwei und Drei

Wir machen uns Sorgen, ob Mendoza oder Larkin damit zu tun haben könnten und versuchen, sie am morgen unvorbereitet beim Frühstück zu treffen.

Eine alte Frau sitzt im Vorraum und erzählt uns auf Spanisch, dass Larkin in seinem Zimmer frühstückt und nicht gestört werden will. Seltsam. Mendoza war vielleicht in der Nacht nichtmal hier. Das Essen in der Cantina gegenüber wirkt, als könnte es für Ausländer ungesund sein, wir essen also doch in unserem Hotel.

Morgen wird die Abreise sein. Wir sind alle etwas verwundert. Larkin wirkt sehr auf Geld fixiert und schlecht vorbereitet. Lamas sind wohl Kamele.

Wir verbringen den Tag mit Einkaufen. Westley meint, er hätte ein komisches Gefühl beim Packen der Ausrüstung. Ein Mann mit Hut, wirkt etwa zu Europäisch. Lange Haare und abgerissen. Saß in der Cantina und trägt Stiefel.

Charles und ich schaffen an einem Poncholaden eine Ablenkung, während Westley in einer Gasse bleibt. Als Charles ihn anspricht, antwortet er auf Spanisch. „ich weiß nicht, was sie wollen“ — ein ähnlicher Akzent wie de Mendoza. Er erschrickt, als Westley de Mendoza erwähnt. Westley: „Ich glaube, wir sollten uns unterhalten“.

Er versucht, an Westley vorbeizukommen, Charles tritt nach ihm, ich greife nach ihm, dann packt er Westley. Wir greifen ihn an. Er pfeift und ein zweiter Mann und eine Indio-Frau kommen dazu. Ihr Fäuste treffen wie Eisenbahnkolben, Charles wird wird schwer verletzt und Westley ersticht die Frau mit seinem Messer. Sie schreit nichtmal, als sie getroffen wird. Dann hören wir Rufe der Polizei.

Die Taschen des zweiten sind leer. Ganz leer. In den Taschen des ersten dagegen findet Charles eine Goldmünze. Eine echte Goldmünze.

Wir lassen sie liegen und fliehen. Im Hotel rufen wir ihm einen Arzt.

Bruce sagt uns, die Goldmünze ist aus dem 16. Jahrhundert.

Jessie klopft an der Tür, fragt, wie es uns geht. Charles erzählt ihm, dass seine Geschichte der Fettvampire stimmen könnte, aber Jessie behauptet jetzt, die Geschichte wäre ein Scherz gewesen. Spricht nur noch von dem Totenkult. Er meint, dass es Larkin oft nicht gut ginge.

Wir besuchen Larkin, laufen an der Eintrittsperson vorbei und Westley tritt die Tür ein. In Larkins Zimmer stinkt es nach Schweiß, er ist komplett durchgeschwitzt. Sagt, dass er seine Medizin genommen hat und deswegen morgen fitter sein wird. Er hat eine Tätowierung, sagt er kommt aus Kenia. Larkin hat Mendoza erst hier angeheuert. Die Krankheit hat er aus Afrika. Westley bleibt bei Larkin, ich gehe zurück zu Charles.

Auf dem Weg zurück sehe ich wieder Leute, die uns beobachten. Ich warne nochmal Westley, dann gehe ich hektisch zurück zu Charles. Leute beobachten mich. Angst. Ich renne, panisch, zurück zum Hotel. Gar kein Gentleman. Joseph wäre schwer enttäuscht.

Westley durchsucht das Zimmer von Larkin und findet Heroin. Larkin ruft im Schlaf: „Luis, gib mir meine Medizin Luis“. Luis ist Mendoza. Er taucht am Morgen zum Frühstück nicht auf. Heute wollen wir los, doch Mendoza hätte alles organisieren sollen.

Literatur aus Peru

  • Amarilis — 16.Jhdt, über die Einsamkeit als Nonne

Joseph N. Balard

2,07 m groß, schwere Brille, klassischer Frack unter Ledermantel. Reich.

Er ist groß, sehr groß, und für die Größe recht geschickt, aber sehr schwach — mager. Seine Fehlende Bildung versucht er durch recht gute Auffassungsgabe zu kompensieren.

Verhalten

Freundlich, bemüht, wissenschaftlich zu wirken, immer gut gekleidet.

Hintergrund

Eigentlich heißt er Wald R. Steward, wenig erfolgreicher Autor. Er hat mit dem eigentlichen Joseph N. Balard auf einer Mission mit Japanern gedient. Sie haben sich gleich gut verstanden, nachdem sie sich beide den Kopf an der Tür gestoßen haben, und sie hätten Brüder sein können.

Als Joseph bei einem Angriff starb, hat Wald seinen Namen und sein Leben übernommen, denn Joseph hatte alles, was Wald immer sein wollte: Er war Doktor der Naturkunde, reich und erfolgreich. Jetzt lebt Wald als Joseph N. Balard und versucht, so zu werden, wie Joseph es war.

Buch: Pflanzenwelt der Schottischen Highlands.

Personen

Joseph N. Balard, der Offizier, dessen Identität er nach seinem Tod in einer Ausbildungsmission mit Japanern angenommen hat.

Lytta Balard, Großmutter in Nottingham, Shannon Steward, Frau Fenton.

Wichtige Fertigkeiten

  • Bibliotheksnutzung
  • Japanisch
  • Literatur
  • Pflanzenkunde
  • Psychologie
  • Überreden
  • Überzeugen
  • Verkleiden
  • Ausweichen
  • Gewehr

ArneBab 2022-06-06 Mo 00:00 - Impressum - GPLv3 or later (code), cc by-sa (rest)