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Expedition nach Peru

Es ist der 1. März 1921. Ich bin Joseph N. Balard. Privatgelehrter, Ex-Offizier und Wissenschaftler. Ich reise nach Peru, um Geheimnisse zu erkunden und neue wissenschaftliche Erkenntnisse für die nächsten wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu gewinnen. Mit mir reisen mein persönlicher Assistent Charles Mortimer Simpton III, der Großwildjäge Westley Richards mit seinem Hund und Bruce Robertson, ein junger Archäologe.

Wir spielen die Cthulhu-Kampagne Masken des Nyarlathotep. Spoiler-Warnung: Wer die Kampagne noch spielen will, sollte hier aufhören zu lesen.


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Nach Lima

Charles hat eingepackt, was wir brauchen. Wir steigen in das Schiff nach Peru — seit 1824 unabhängig, fortschrittlich, mit Wahlrecht für alle Wohlhabenden.

Am Freitag den 18. März erreichen wir gerade rechtzeitig das Hotel Mauri. Ein Glück, dass Charles vorausschauend und akkurat plant. Wir sitzen in einer Bar vor dem Treffen.

Plötzlich verschwimmt die Bar. Ein Gang, vorne das Zimmer 410. Wir stürmen hinein. Und begegnen unserem Schicksal. Ein paar kräftige Getränke später haben wir das verdrängt. Ich glaube Westley hat es auch gesehen.

Tag Eins

Wir kommen in die Bar Cordano. Holzvertäfelungen und Fliesen. Ein Maitre begrüßt uns und winkt einem Mädchen, das uns zu Sir Larkin bringt, dem Leiter der Expedition.

Drei sitzen schon am Tisch. Ein schlaffer, magerer Weißer mit Augenringen, August Larkin. Seine Sprechweise ist intensiv und er riecht nach Parfüm. Charles meint, er hat Südafrikanischen Akzent. Neben ihm ein hagerer Weißer mit stechenden, blauen Augen und abgetragenem Anzug. Sen Mendoza. Spricht Spanisch. Und ein Schwarzer im eleganten Anzug, kurzem Haar und Pfeife. Jessie Hughes. Reporter.

Wir wollen Artefakte aus einer Pyramide sichern. Ein Alpaka-Hirte hat Larkin davon erzählt; er hat Artefakte aus der Pyramide verkauft, Artefakte aus echtem Gold: einen Becher aus Gold mit geom. Muster und Türkis Einlagen und einen Anhänger in Gestalt eines Mannes mit 2 Stäben (Gold). Der Großvater des Hirten hat sie gefunden und hat gewarnt, dass die Pyramide ein schrecklicher Ort ist. Sie wird uns also sicher viel Bemerkenswertes bringen.

Larkin wird im Laufe des Abends immer blasser. Zittert etwas. Erzählt, es wäre Malaria gewesen. Er nennt Mendoza sein Faktotum.

Als Larkin und Mendoza sich zurückziehen, fragt uns Hughes, ob wir Larkin glauben. Hughes schreibt Bücher über Geheimgesellschaften in Peru. Er heißt eigentlich Jessi Alias und meint, Larkin hätte noch keine Einheimischen gefunden, die ihn führen. Er finanziert alles selbst und wirkt, als wolle er vor allem Geld. Professor Sanchez aus Peru hat Larkin abgelehnt. Einheimische erzählen sich über Señor de Mendoza, er sei ein Charisiri, kein Mensch, sondern ein Vampir, der sich von Menschenfett ernährt. Kein Wunder, dass sie bei so einem Aberglauben die Expedition nicht unterstützen. Glaubt, Larkin und Mendoza seien Teil eines Todeskultes. Laut Bruce passen die Artefakte von Zeit und Region her nicht zusammen.

Wir fahren in 3 Tagen mit 3 Lastwagen. Laut Charles war kein Tee im Gepäck. Wir packen noch eine Kamera.

Am nächsten Morgen treffen wir mit Jessi Hughes den Professor Sanchez. Nach etwas Smalltalk erzählt er, dass er eine Studentin geschickt hat, Artefakte zu holen. Sie verspätet sich. Charles geht sie suchen. Er findet sie gestorben und mumifiziert im Keller. Wir begleiten den bleichen Professor nach unten. Ich dachte, ich hätte im Krieg alles gesehen, aber das hier ist schlimmer. Während ich mit dem Professor nutzlos herumsitze folgen Charles und Wesley einer Spur blutiger Fußabdrücke nach oben. Noch etwas, in dem ich hinter die Erwartungen von Josef zurückfalle. Jessi meint, das sieht aus wie die Charisiri Legenden.

Die Polizei verhört uns, dann gehen wir zurück ins Hotel.

Tag Zwei und Drei

Wir machen uns Sorgen, ob Mendoza oder Larkin damit zu tun haben könnten und versuchen, sie am morgen unvorbereitet beim Frühstück zu treffen.

Eine alte Frau sitzt im Vorraum und erzählt uns auf Spanisch, dass Larkin in seinem Zimmer frühstückt und nicht gestört werden will. Seltsam. Mendoza war vielleicht in der Nacht nichtmal hier. Das Essen in der Cantina gegenüber wirkt, als könnte es für Ausländer ungesund sein, wir essen also doch in unserem Hotel.

Morgen wird die Abreise sein. Wir sind alle etwas verwundert. Larkin wirkt sehr auf Geld fixiert und schlecht vorbereitet. Lamas sind wohl Kamele.

Wir verbringen den Tag mit Einkaufen. Westley meint, er hätte ein komisches Gefühl beim Packen der Ausrüstung. Ein Mann mit Hut, wirkt etwa zu Europäisch. Lange Haare und abgerissen. Saß in der Cantina und trägt Stiefel.

Charles und ich schaffen an einem Poncholaden eine Ablenkung, während Westley in einer Gasse bleibt. Als Charles ihn anspricht, antwortet er auf Spanisch. „ich weiß nicht, was sie wollen“ — ein ähnlicher Akzent wie de Mendoza. Er erschrickt, als Westley de Mendoza erwähnt. Westley: „Ich glaube, wir sollten uns unterhalten“.

Er versucht, an Westley vorbeizukommen, Charles tritt nach ihm, ich greife nach ihm, dann packt er Westley. Wir greifen ihn an. Er pfeift und ein zweiter Mann und eine Indio-Frau kommen dazu. Ihr Fäuste treffen wie Eisenbahnkolben, Charles wird wird schwer verletzt und Westley ersticht die Frau mit seinem Messer. Sie schreit nichtmal, als sie getroffen wird. Dann hören wir Rufe der Polizei.

Die Taschen des zweiten sind leer. Ganz leer. In den Taschen des ersten dagegen findet Charles eine Goldmünze. Eine echte Goldmünze.

Wir lassen sie liegen und fliehen. Im Hotel rufen wir ihm einen Arzt.

Bruce sagt uns, die Goldmünze ist aus dem 16. Jahrhundert.

Jessie klopft an der Tür, fragt, wie es uns geht. Charles erzählt ihm, dass seine Geschichte der Fettvampire stimmen könnte, aber Jessie behauptet jetzt, die Geschichte wäre ein Scherz gewesen. Spricht nur noch von dem Totenkult. Er meint, dass es Larkin oft nicht gut ginge.

Wir besuchen Larkin, laufen an der Eintrittsperson vorbei und Westley tritt die Tür ein. In Larkins Zimmer stinkt es nach Schweiß, er ist komplett durchgeschwitzt. Sagt, dass er seine Medizin genommen hat und deswegen morgen fitter sein wird. Er hat eine Tätowierung, sagt er kommt aus Kenia. Larkin hat Mendoza erst hier angeheuert. Die Krankheit hat er aus Afrika. Westley bleibt bei Larkin, ich gehe zurück zu Charles.

Auf dem Weg zurück sehe ich wieder Leute, die uns beobachten. Ich warne nochmal Westley, dann gehe ich hektisch zurück zu Charles. Leute beobachten mich. Angst. Ich renne, panisch, zurück zum Hotel. Gar kein Gentleman. Joseph wäre schwer enttäuscht.

Westley durchsucht das Zimmer von Larkin und findet Heroin. Larkin ruft im Schlaf: „Luis, gib mir meine Medizin Luis“. Luis ist Mendoza. Er taucht am Morgen zum Frühstück nicht auf. Heute wollen wir los, doch Mendoza hätte alles organisieren sollen.

Ab Tag 4

Charles weckt mich. Wir wollen aufbrechen. Westley kommt zurück; es geht Larkin wieder besser. Er ist schon ungeduldig, als wir ankommen.

De Mendoza taucht auf und blickt uns eisig an. “Bona”

Charles besteht darauf, das Gepäck selbst einzuräumen und stemmt die Koffer trotz seiner Verletzungen in den Laster.

Jessie meint, es gäbe hier eine Heilerin, auf einer der schwimmenden Inseln. Auf dem Weg dorthin beobachten uns zwei Einheimische; Jackson bringt die Boote. Auf dem See sehen wir ein zweites Boot mit den beiden Einheimischen. Die anderen Einheimischen auf der Insel sind feinselig, aber die Heilerin grüßt Jessie lachend und die Stimmung entspannt sich. Sie untersucht Charles und ignoriert seine Bitten um heißes Wasser für Tee.

Ihre Medizin hat „Den Geist von Viracotcha und Mama Coda“. Sagt sie. Oder so. Dann gibt sie uns Trockenfleisch, aber als ich darauf beiße, ist es splitterndes Holz. Dann spricht sie mit Westley und er lacht über etwas.

Er nimmt von ihr eine Schale mit etwas zu trinken und trinkt sie auf einen Zug leer. Er steht auf, blickt gen Himmel und fällt um. Die Frau gestikuliert, lacht, dann drückt sie Charles eine Schale in die Hand. Er trinkt auch, auf den zweiten Schluck und kippt um. Ich trinke nur einen Schluck.

Der Charisiri ist ein großer weißer Mann mit einem breiten Hut, trägt ein Messer, mit dem er Leute abschlachtet und ihr Körperfett stiehlt. Er saugt Fett wie ein großer Blutegel. Oder vergiftet sie mit Drogen und tötet sie langsam.

Sie sagt zu der Münze „Blutgeld“. Aus unserem Blut mit dem Gold unseres Volkes.

Charisiri haben feurige Augen.

Mächtiger Zauber aus Tempel von Ekeko. Ekeko: Früher gab es einen bösen Gott aus dem Himmel. Er ist hier in den Titikakasee gestürtzt. Er brachte Hunger und Durst: verschlang alles, was er berührte. Ekekeo sagte dem bösen Gott: das wirklich nahrhafte Essen findet sich unter der Erde. Und der böse Gott kroch in die Erde, in einen alten Gürteltierbau, um das versprochene Essen zu finden. Ekeko rollte einen großen Stein auf den Bau und der Gott war im Bau eingesperrt. Ekeko sagte den Menschen, dass das nun eine heilige Stätte ist. Sie wurde ein Tempel mit einem Zauber aus Gold, damit der Gott nicht hinaus kann.

In der Nacht wird die Hütte angezündet; eine Person fehlt. Charles meint, auf dem See wären uns die beiden Frauen gefolgt.

Bei der Suche finden sich die Spuren eines angelegten Bootes, nackten Füßen und Schleifspuren.

Ich frage die Frau noch nach einem Rat: „Wenn ihr in die Berge fahrt, solltet ihr, wenn ihr in Höhlen kommt, aufpassen, wenn ihr Gebeine findet. Es könnten Matchupuna sein; Kreaturen, die nur aus Knochen bestehen. Sie verbreiten Krankheiten und Pech. Sie haben böse Taten in ihrem Leben getan und müssen jetzt dafür büßen — wenn sie sich jetzt anstrengen, bekommen sie ihr Fleisch zurück, oder sie wollen das Fleisch von Lebenden. Andere Fleischfresser sind die Hlucha. Sie wollen nur Fressen und Töten. Hütet euch vor dein laufenden Toten.“

Westley erkennt die Spuren. Als wir zurückrudern, finden wir ihn auf dem Wasser treiben. Seine Haut ist verschrumpelt, an der Seite hat er eine handtellergroße Wunde, ausgefranst. Das Fett wirkt herausgesaugt. Charles meint, das muss ein Kompressor gewesen sein, um den Aberglauben der Leute zu nutzen. Wir bringen die Leiche zurück auf die Insel.

Zurück in der Stadt warten wir auf De Mendoza. Er verweigert Charles das Zusammentreffen mit den Maultiertreibern und taucht nachts nicht im Hotel auf. Wir stellen Larkin zur Rede. Am Ende wirft er uns aus dem Zimmer und ist plötzlich schneller und stärker.

Ab Tag 8

Am Morgen taucht De Mendoza bei Larkins Zimmer auf und verlässt es bald wieder. Westley folgt ihm zu einem Zimmer, in dem er mit zwei anderen still sitzt und nichts macht. Als er am morgen noch nicht da ist, suchen wir ihn mit seinem Hund und finden ihn an einer Ecke wartend.

Wir beobachten die Leute eine Weile, dann gehen wir zurück zum Hotel.

De Mendoza hat bisher jeden Versuch der Konfrontation durch unhöfliches weggehen verhindert; als Gentlemen konnten wir ihn nicht genauso unhöflich stoppen.

Wir schleichen uns ins Hotel und kommen von den Zimmern in den Frühstücksraum. Larkin wirkt fröhlich, hat aber wenig Hunger. Wir packen auch Essen für De Mendoza ein.

De Mendoza taucht mit vier Maultieren und zwei Treibern vor dem Hotel auf. Die beiden Treiber schauen teilnahmslos, De Mendoza blickt wie üblich grimmig. Als Charles die Treiber begrüßt, wirken sie verwirrt und antworten auf einer unbekannten Sprache, geben ihm aber die Hand. Einer lächelt.

Wir kaufen noch Lampenöl (weil es keinen Sprengstoff gibt) und Betäubungsmittel, zusammen mit Qinoa for Charles als Vorwand.

Eine Stunde vor der Mittagsstunde brechen wir auf.

Die Sonne scheint, aber es bleibt kühl. Am Abend haben wir Muskelkater. Die Träger sind unbeeindruckt. Sie kennen das. Jessie hält auch gut mit.

Larkin keucht, bleibt aber fröhlich. De Mendoza macht Pausen für Larkin.

Bei einer Pause härt Charles ein Rascheln im Gebüsch. Eine riesige Schlange, aber nicht auf uns zu. Charles macht ein Foto mit Westley und der Schlange.

Auf dem Weg erzählt Charles Jessie von unserer Beobachtung bei De Mendoza—unbeweglich sitzend.

Am Abend finden wir einen Lagerplatz. Es ging lange. Wenig passiert. Ein paar Farmen waren zu sehen. Wir wandern über Pfade.

Auf dem Lagerplatz treffen wir den Archäologen Bruce Robertson wieder.

Für die Nacht teilen wir eigene Wachen ein. In Westleys Wache taucht jemand mit großem Kopf auf. Ein Metallhelm. Sagt „Ich bin Jäger“. Westley schickt ihn woanders hin. Er geht wirklich in die Dunkelheit davon. Sein Spanisch klingt ähnlich wie das von De Mendoza.

Die Maultiertreiber liegen bei den Maultieren.

Charles schaut zu De Mendoza und erntet einen Fluch, als er ins Zelt schaut und ihm einen Tee bringt. Auch die Maultiertreiber nehmen den Tee, als hätten sie kaum geschlafen.

Ich übernehme die Wache und mache mir Notizen, wache aber bei Sonnenaufgang auf; die Notizen haben einen langen Strich. De Mendoza saß neben mir am Feuer. Er wirkte enttäuscht; im inneren Zwiespalt.

Am Morgen erzählt Westley von dem nächtlichen Jäger. De Mendoza blickt etwas abschätzig.

De Mendoza lächelt mich heute immer wieder an. Klopft mir auf die Schulter und sagt »Bueno«. Ich werde immer nervöser.

Am Himmel taucht ein riesiger Vogel auf.

Zwei Gewehrschüsse klingen hinter dem Hügel rechterhand. Ich will hinlaufen, aber Charles hält mich zurück. De Mendoza drängt uns weiter »Vamonos«. Die Bergluft macht mir langsam zu schaffen, aber im Vergleich zu Bruce geht es mir noch gut. Am Abend drängt mich Charles zu schlafen. Ich bin so müde, aber die Nervosität lässt nach.

Charles erzählt, dass die Treiber bei ihm am Feuer saßen. Larkin schrie in der Nacht aus einem Alptraum. De Mendoza sagte ihm etwas auf Spanisch. Irgendwas mit „Hilfe“.

Larkin schlägt sich in der Nacht einmal in die Büsche. Er erinnert sich am Morgen nicht mehr richtig an seinen Traum. Irgendwas aus Afrika.

Ich habe mich durch die ruhige Nacht wieder erholt, aber Bruce ist höhenkrank. Zwei Gestalten sind in hohem Gras sichtbar. Sie laufen in eine ähnliche Richtung wie wir.

Über den Tag endet die Vegetation plötzlich, obwohl die Höhe sich nicht ändert. Der Boden ist ausgedorrt. Charles kommentiert mit rollenden Augen, dass das wohl der Gott aus dem Meteoriten ist. Vielleicht gibt es hier alte Minen, die den Boden entwässern. Vielleicht auch Vergiftung der Pflanzen?

Larkin meint, seine Gesundheit hat sich nicht geändert, seit er das letzte Mal hier war. Aber er fühlt sich seit wir näher kommen stärker. Gesünder. Er wirkt wirklich fitter. Wir brauchen aber eine Pause, um noch zu prüfen, ob De Mendoza auf den Stab reagiert.

Larkin und De Mendoza lassen sich überzeugen, langsamer zu machen, weil wir Bruce brauchen. Er ist der Experte.

Bei der Mittagspause bricht Bruce plötzlich (wie abgesprochen) zusammen. Als alle erschrecken, berührt Charles die Hand von De Mendoza mit dem Stab. Es knistert. Die Hand ist verbrannt. Charles lässt die Teekanne nach vorne kippen.

Charles blickt uns an. Dann schlägt er De Mendoza die Stange ins Gesicht und wir ziehen unsere Waffen. Doch De Mendoza reagiert mit unmenschlicher Geschwindigkeit.

Jessie und Bruce erschießen den ersten Treiber. Ich verfehle den zweiten. Larkin murmelt etwas. Er wirkt plötzlich größer und lauter. Westley erwischt De Mendoza mit seinem Messer.

Der zweite Treiber springt mich an — ich kann mit viel Glück schnell genug zur Seite treten. Charles wirkt verwirrt. Westley ersticht De Mendoza mit einem gezielten Stich ins Herz. Der zweite Treiber erreicht mich zum Glück nicht. Er rennt zu Westley.

Jessie erschießt Larkin. Bruce erschießt den zweiten Treiber.

Während Charles Westley verarztet, gehe ich zu Larkin. Seine Augen sind schwarz, seine Adern schwärzlich hervorgetreten.

Wir durchsuchen Gepäck und Taschen und Kleidung. Im Zelt von De Mendoza liegt eine Goldmaske mit stilisierten Gesicht aus eckigen Formen. Bruce meint, sie stammt aus Westbolivien. Bruce meint, die Rückseite sei unverziert und stark poliert wie ein Spiegel. Erzählt von einem kleinen Mann, der in einem schmuddligen Zimmer wie besessen Bilder malt.

Wir verbrennen die Herzen von De Mendoza und den Treibern mit dem Stab. Dann schleppen wir die Leichen ins hohe Gras und schlagen ein Lager vor der Vegetationsgrenze auf.

Morgen wollen alle anderen weiter zum Tempel. Für die Wissenschaft sollten wir die Leichen zurückbringen, aber ich werde nicht darauf bestehen, also ziehen wir morgen zusammen weiter.

Von außen mag das seltsam ausgesehen haben, aber es lässt sich nicht leugnen, dass De Mendoza und die Treiber von dem Stab verbrannt wurden. Es kann kein Wahn gewesen sein, der uns zum Mord getrieben hat.

Nach dem Töten

Am nächsten Morgen ist Bruce verschwunden. Westleys Hund Simon findet Spuren in Richtung des Tempels. Wir binden die Maultiere an und machen uns mit Zelten auf den Weg. Wir müssen durch Schwärme von Insekten, mehr als auf der Höhe sein sollten. Kurz darauf fängt es an, nach Verwesung zu riechen. Ich fange eine der Fliegen. Im Buch angepinnt sollte sie uns Antworten liefern. Westley meint, es ist eine normale Schmeißfliege.

Der Wind trägt seltsames Pfeifen zu uns. Warum sind die Fliegen nicht bei Leichen?

Ein steiler Pfad führt zu einer Ruine. Charles meint, dass die zwei Gestalten vom Vortag auf der Ruine sind.

Das Pfeifen wird lauter. Mehrklängig. Disharmonisch. Hinter einer flachen Mauer ragen die höchsten Stufen einer Pyramide aus dem Boden.

Auf einem Torrahmen liegt ein Stein wie ein Kopf, mit verzerrt langem Mund. Charles meint, dass die Tür zu hoch wäre, wenn der Sand nicht wäre. Vielleicht ein Nadelöhr, religiös? Wie feierten sie den Ekeko? Der Gestank erfüllt alles, Fliegen sind überall, wirbeln über einem Loch und der Pyramide. Überall ist Sand. Charles geht zur Grube. Der Gestank wird unerträglich, das Summen der Fliegen verschlingt alle Geräusche.

In der Grube sieht er Bruce, gefesselt, auf einem Berg von Leichen.

Westley klettert zu Bruce, Charles hält die Seilsicherung. Bruce atmet noch, wurde wohl niedergeschlagen. Westley legt ihm das Seil an, sieht einen Fleck an seinem Bauch.

Neben ihm liegen einzelne Goldmünzen. Die Maske findet Westley noch in seiner Tasche. Während wir Bruce hochziehen, nun, während Charles ihn hochzieht, schaut sich Westley eine seltsame Öffnung unten bei den Leichen an. Eine flache Tür, wie für Kinder, aber breit. Bei den anderen Leichen findet Westley auch Bissspuren. Mehr Bissspuren. Aber es sind Einheimische.

Er kommt wieder hoch. Charles kümmert sich um Bruces Kopfwunde. Dann beginnt Bruce zu schreien. Etwas von Schlangen. Nach einem Beruhigungsmittel wird er wieder stiller. Wir setzen ihn zwischen zwei Mauerstücke, wo niemand ihn sehen sollte. In allen Mauern sind Köpfe mit aufgerissenen Mündern eingebaut; wie auf der Tür.

Wir gehen zu einer anderen Öffnung im Boden. Daneben liegt eine zerbrochene Abdeckplatte. Um die Pyramide gibt es noch mehr solche Platten, aber intakt. Westley klettert auf die Pyramide. Ein handbreiter Riss geht oben durch ihr Dach, Fliegen kommen aus dem Riss. Fußspuren ziehen sich darüber. Wo sie den Riss erreichen, ist eine schleimige Flüssigkeit am Rand des Risses. Er sticht mit dem Messer in den Riss und bringt etwas von der Flüssigkeit mit. Tierfett.

Wir schütten Lampenöl auf die Leichen und zünden sie an. Als sie ausgebrannt sind, klettern wir herunter. Als ich die jetzt ausgebrannte Taschenuhr nehme, streckt sich mir ein Arm entgegen und ich spüre für einen Moment unmenschliche Angst. Sie hat eine Inschrift: „Por Fernando. 27.8.1905“

Wir krabbeln in die Öffnung. Charles geht, ich krabble. In einer Höhle finden wir zwei Gestalten auf dem Boden liegen. Die zwei Gestalten, die vorher auf der Pyramide waren. Wir fesseln sie — als Charles die Stangenprobe bei einer macht, verbrennt ihr Fleisch und die Gestalt versucht, sich der Fesseln zu erwehren. Westley sagt ihr auf Spanisch, sie soll still halten, und das tut sie. Er sagt er hieße Pedro Major.

In der nächsten Höhle dahinter liegen Artefakte und Gold. Viel Gold auf einem Haufen. Ich schaue nach schönen Stücken — vielleicht wären das gute Geschenke. Die anderen sind schon weiter vor, als ich den Beutel mit dem Lampenöl gefüllt habe.

Als ich aufschließe, läuft Charles gerade an einer Mumie vorbei. Er ignoriert sie; Gentlemen stören nicht die Totenruhe. Westley schaut ihr in die Augenhöhlen, dann packt sie ihn. Wir bekämpfen sie, Westley reißt ihr den Kopf ab, Charles einen Arm. Sie scheint unverwüstlich, etwas stickt Westley in den Bauch, bis Charles sie mit dem Stab schlägt. Dann liegt sie still.

Westley schlägt den Kopf auf den Boden, dann beißt etwas in seine Hand. Er schüttelt sie und etwas fliegt weg. Beim Desinfizieren bemerkt er ein Loch in seinem Bauch. Als Charles den Stab daran hält, beginnt etwas in seinem Bauch zu schmoren.

Wir kriechen weiter, erreichen eine zuckende Fettlache im Boden, neben einer Öffnung in der Wand. Er meint, der Stab würde zur Wand gezogen, aber er hält nicht. Neben der Pfütze fehlt etwas von der Länge des Stabes in einer Goldlinie in der Wand. Charles läuft in die Pfütze und rutscht aus, etwas sticht ihn. Ich versuche, ihn hochzuziehen. Etwas sticht mich — als ich meine Hand gegen die Linie presse, verbrennt etwas in meiner Hand.

Charles rammt den Stab in die Linie und sie erglüht wie eine Gaslampe. Was immer in seinem Körper ist, verbrennt, als er die Wunden an die Linie presst. Dann fliehen wir durch den dumpf grollenden Gang.

Wir bringen Bruce nach unten, dann mache ich zum ersten Mal das Wasser für den Tee und halte mit Jessie die Wache.

Die Körper von De Mendoza und den beiden Begleitern sind zu Asche zerfallen. Larkin blieb eine Leiche. Hätte er damit das Gold berühren können?

Wir erzählen der alten Frau im Titikakasee, was wir erlebt haben. Sie meint, wir hätten damit den Gott wieder eingeschlossen. Es wurden wohl viele Aschehäufchen in der Umgebung gefunden; eins unter einem Helm, der Jäger ist also gestorben. Wir hatten wohl großes Glück und haben der Menscheit einen großen Dienst erwiesen. Wir sind Helden, doch niemand wird es je erfahren dürfen. Charles sagt noch „man macht es nicht wegen dem Ruhm, sondern weil es jemand machen muss.“

Wir reisen wieder runter und als es uns wieder gut geht, streifen wir durch die Lokale der Stadt, bevor wir Peru verlassen.

New York

1924 endet, als wir ein Telegramm von Jessie (Jackson Elias) erhalten. Er hat Informationen über die Carlyle Expedition; Treffpunkt am 15. Januar.

Als wir ankommen, ist New York von Schnee bedeckt und Sturmwinde türmen den Schnee auf. Zum Glück hat Charles warme Kleidung eingepackt. Jessie ruft an. Treffen 20 Uhr, Hotel Chelsea, Zimmer 410.

12 Stock roter Backstein, zum Glück hat mein Hut die U-Bahn überstanden. Der Aufzug bringt uns hoch. Als wir vor der Tür ankommen, klopft Charles und tritt dann unvermittelt die Tür ein. Ich folge ihm langsamer, Westley kommt hinter mir nach. Der Raum ist zerwühlt, drei Eindringlinge. Der erste klettert aus dem Fenster, bevor Charles ankommt. Die zwei anderen stürzen sich mit Macheten auf uns.

Wir besiegen sie mit Glück, Charles wird schwer verletzt. Einer der Angreifer geht zu Boden, der andere flieht aus dem Fenster und wird von Charles mit einem geworfenen Blumenkübel in die Tiefe geschleudert. In der Mitte des Zimmers liegt Jackson, mit Macheten erschlagen und die Eingeweide herausgerissen. Auf seiner Stirn ist ein Symbol eingeritzt: Zwei Viertelmonde um eine aus Strichen geformte Sonne. Die gleiche Tätowierung wie die von Larkin. In seiner Tasche findet er eine Visitenkarte der Penhew Foundation und ein Streichholzbriefchen von der Stumbling Tiger Bar, 10 Lantern Street. Dazu eine Visitenkarte von Emerson Imports mit „Silas N'Kwane“ handschriftlich auf der Rückseite, ein Schreiben aus Harvard, dass ein Buch fehlt, einen Brief an einen Mr. Carlyle und ein Foto mit Booten. Charles reicht mir Jacksons Revolver.

Ich fessele den Ohnmächtigen, ein Schwarzer, etwa 22. Dann kommt ein sturer unterer Polizist rein, der uns aufhält, bis Lieutnant Poole kommt.

Es gab schon 9 Morde in den letzten 2 Jahren, in denen Lieutnant Poole auch das Symbol gesehen hat. Sie haben auch einen Volkskundler befragt. Das Symbol gehört zu einem Afrikanischen Todeskult. Die Polizisten haben keinen Abgestürzten gefunden, aber eine Blutspur, eine Schleifspur, etwa bis zum Straßenrand.

Nach einer Nervenaufreibenden Vernehmung bei der Polizei legen wir uns ins Bett.

NY Tag Zwei

Am nächsten morgen steht in der Frühstückszeitung (der New York Timms), dass in Harlem letztes Jahr ähnliche Morde begangen wurden. Dafür sieht ein Hilton Adam seiner Hinrichtung entgegen.

Professor Cowles ist mit dem Nachtzug zurück nach Arkham, die Angestellte der Universität schwärmt von dem Vortral und gibt mir seine Nummer.

Jackson Elias hat keine Verwandten — zusammen mit Mr. Kensington, dem Besitzer des Verlages Prospero House müssen wir daher zuerst die Beerdigung organisieren.

Wir treffen uns im Verlag; ein kleiner Mann mit Brille, riecht arg nach Rasierwasser. Jackson hat nach der Carlyle-Expedition recherchiert. Er dachte, jemand aus der Expedition hätte überlebt. Seine Sekretärin Ms. Schulz bringt Jacksons Akte.

Seine Beerdigung ist morgen auf dem Cypris Hill.

Wir kaufen Waffen und gehen zu Emerson Imports.

Elias fragte nach einer Verbindung mit Fracht aus Mombasa. Ein Silas N'Kwane, Geschäftsführer der Juujuu-House Firma. Verkaufen Afrikanische Folklore. „Es ist ein kleines Männchen, aber da stehen mir die Haare zu Berge.“ 1 Ransom Court NYC.

Buch, Frage bei Harvard bei Miriam Atwright: Afrikas Dark Sects. Es roch komisch, wo das Buch war. Miriam war erschüttert.

Auf der Beerdigung von Jackson sind nur eine Handvoll Leute: sein Verleger, ein Schwarzer im Anzug (Ramsey, sein Anwalt) und dessen Nichte (Milla).

Als wir den Friedhof verlassen, kommt eine kleine Frau mit welligem schwarzen Haar auf uns zu. Rebecca Shosenburg von der New York Times. Die Ermittlung wird von Cpt. Robson vom 14. Revier in Harlem geleitet.

Literatur aus Peru

  • Amarilis — 16.Jhdt, über die Einsamkeit als Nonne

Joseph N. Balard

2,07 m groß, schwere Brille, klassischer Frack unter Ledermantel. Reich.

Er ist groß, sehr groß, und für die Größe recht geschickt, aber sehr schwach — mager. Seine Fehlende Bildung versucht er durch recht gute Auffassungsgabe zu kompensieren.

Verhalten

Freundlich, bemüht, wissenschaftlich zu wirken, immer gut gekleidet.

Hintergrund

Eigentlich heißt er Wald R. Steward, wenig erfolgreicher Autor. Er hat mit dem eigentlichen Joseph N. Balard auf einer Mission mit Japanern gedient. Sie haben sich gleich gut verstanden, nachdem sie sich beide den Kopf an der Tür gestoßen haben, und sie hätten Brüder sein können.

Als Joseph bei einem Angriff starb, hat Wald seinen Namen und sein Leben übernommen, denn Joseph hatte alles, was Wald immer sein wollte: Er war Doktor der Naturkunde, reich und erfolgreich. Jetzt lebt Wald als Joseph N. Balard und versucht, so zu werden, wie Joseph es war.

Buch: Pflanzenwelt der Schottischen Highlands.

Personen

Joseph N. Balard, der Offizier, dessen Identität er nach seinem Tod in einer Ausbildungsmission mit Japanern angenommen hat.

Lytta Balard, Großmutter in Nottingham, Shannon Steward, Frau Fenton.

Wichtige Fertigkeiten

  • Bibliotheksnutzung
  • Japanisch
  • Literatur
  • Pflanzenkunde
  • Psychologie
  • Überreden
  • Überzeugen
  • Verkleiden
  • Ausweichen
  • Gewehr

ArneBab 2022-06-06 Mo 00:00 - Impressum - GPLv3 or later (code), cc by-sa (rest)