Vortrag: SUMA-Award für das Freenet-Projekt (Video)

Mein Vortrag beginnt bei 5:56.

Transkript / Untertitel

Ich bin dabei, den Text zu transkribieren, aber es wird noch etwas dauern, bis ich fertig bin. Sobald ich fertig bin, gibt es das als Untertitel-Datei. Was ich bisher habe als Text:

(Es beginnt Wolfgang)

Unser jährlicher SUMA Award, den wir seit 7 Jahren vergeben,

soll Arbeiten oder Projekte im Internet auszeichnen, welche für die Zukunft der digitalen Welt Wesentliches leisten.

Nun ist natürlich die nächste naheliegende Frage, was ist denn wesentlich. Eine der Kernfragen der Menschheit.

Das ist sehr allgemein formuliert, und man muss es natürlich mit einem Wort spezieller formulieren.

Und da steht jedes Jahr ein anderes Thema im Vordergrund. Für das vergangene Jahr 2014 war die Ausschreibung definiert als

Ideen zum Schutz gegen Überwachung im Netz

Nun kann man Gottseidank sagen, dass es sehr viele sehr gute Ideen gegen Überwachung im Netz gibt.

Es gibt so viele gute Ideen, dass wir mit der Jury fast überfordert waren. Wir haben gut 50 Vorschläge gekriegt.

Und aus diesen vielen guten Vorschlägen auszuwählen, das hat länger gedauert als es je gedauert hat.

Ich will diese 50 jetzt aber nicht aufzählen und auch später nicht vorstellen.

Es kann auch gut sein, wenn die sich mal weiterentwickeln, dass die eine oder andere davon in späteren Jahren

nochmal zur Entscheidung ansteht und dann auch einen SUMA Award gewinnt.

Also wenn jemand unter ihnen zu den Einreichenden gehörte, behalten Sie das Projekt bitte im Auge.

Und wenn die Thematik wieder in die Richtung geht, schlagen Sie das Projekt nochmal vor.

Darüber hinaus sollte jeder wissen, dass Jeder oder Jede Projekte oder Arbeiten für den Award vorschlagen kann.

Das können eigene Arbeiten sein, das können aber auch andere Arbeiten oder Projekte sein, die sie einfach nur gut finden.

Wenn es unter die Thematik des Awards passt.

Auf der Webseite suma-awards.de (ich will jetzt nicht weiter rumklicken) kann man nachlesen, was die Bedingungen sind.

Der Preis ist mit 2500 Euro dotiertund SUMA e.V. wird den Preisträger auch in jeder erdenklichen Weise immateriell fördern.

Es lohnt sich also durchaus.

Nun also zum diesjährigen Preisträger.

Bisher hoffe ich mal, dass die Geheimhaltungspflicht hier durchgeschlagen hat und dass es keine Leaks oder Wikileaks gegeben hat.

Der Preisträger weilt unter uns aber wahrscheinlich ist er unerkannt.

Ich verrate ihn aber immer noch nicht ein bisschen spannend machen gehört dazu.

Gesucht war also für den Award ein Projekt, welches für die Zukunft der Digitalen Welt

Wesentliche Ideen zum Schutz gegen Überwachung bietet.

Und selbst wenn ich Ihnen jetzt den Namen sage werden die wenigsten wahrscheinlich was damit anfangen können.

Sie werden diesen Namen überhaupt nicht kennen. Und genau das will dieser Award ändern.

Denn dieses Projekt hat das gewaltige Potenzial gegen Überwachung im Netz.

Also der Preisträger heißt, und jetzt, wenn wir jetzt Musik haben, Musik an

Das Freenet Project

Was die Sache aber kompliziert macht.

Denn erstens ist das Freenet wirklich etwas kompliziertes

und zweitens segelt mehreres unter dem Namen Freenet.

Bei Wikipedia findet man 4 Bedeutungen des Wortes Freenet.

Zum Ersten gibt es einen Internet-Anbieter in Deutschland, Die Freenet Aktiengesellschaft. Die hat den Preis nicht gewonnen.

Zum Zweiten gibt es auch eine Funkanwendung, die auf gut Deutsch die Freifunknetze genannt werden. Auch die sind nicht Preisträger.

Drittens die Bedeutung des Wortes Freenet als weltweite Netz-Gemeinschaft des non-profit Internetzugangs. Auch nicht Preisträger.

Aber viertens gibt es ein peer-to-peer Netz unter der Addresse freenetproject.org und genau das, letzteres

Das peer-to-peer Netz Freenet Das erhält den SUMA-Award

Dieses Projekt wurde unabhängig voneinander von mehreren Personen in der Jury als Preisträger vorgeschlagen.

Ganz kurz, was ist das besondere daran?

Gleich kommt noch viel mehr, aber jetzt mal ganz kurz nur:

Freenet ist eine peer-to-peer Software, zentrale Server und ähnliche zentrale Strukturen werden konsequent vermieden.

Also Dezentralisierung, Redundanz, Verschlüsselung, und dynamisches Routing sind Wesensmerkmale.

Freenet wird als Freie Software unter GNU General Public Licens entwickelt

und das reguläre Internet wird nur als Übertragungsfunktionalität genutzt.

Es ist sozusagen ein eigenes Netz im Netz.

Wir kommen ja ganz allmählich vom Allgemeinen zum ganz Konkreteren.

Als die SUMA Award Jury den Preis beschlossen hatte, bestand eine Schwierigkeit darin, einen Repräsentanten diesen Netzes zu finden

Denn Freenet ist ja auch eine Art Darknet. Ein Netz, das vorwiegend unsichtbar für den Rest des Internet ist.

Die Verwendung von Klarnamen ist auch nicht selbstverständlich.

aber nach einigen Mühen ist es uns gelungen, in Deutschland jemanden zu finden

der uns in die Geheimnisse dieses Netzes einweihen kann.

Lieber Herr Babenhauserheide Bitte kommen Sie doch jetzt mal nach vorne.

Ich habe hier einen Briefumschlag in dem zwei wesentliche Dinge drin sind.

Einmal den SUMA Award

Zweitens vielleicht noch den Scheck mit dem Preisgeld.

Nun möchte ich selber auch noch viel mehr internes über das Freenet erfahren.

Dann werde ich jetzt aufmerksam zuhören.

(Hier übernimmt Arne)

Also erstmal danke für den Preis.

Ich hab lange überlegt, was ich dazu wirklich sagen könnte, aber ich finde ehrlich gesagt keine wirklichen Worte, die es beschreiben können.

Danke.

Das Preisgeld wird für uns wahrscheinlich ermöglichen, unseren Teilzeitentwickler, der am Web of Trust arbeitet

und damit einige der kritischen Dienste weiter voranbringt für ein bis zwei Monate zu bezahlen

dafür werden wir es auch verwenden zumindest vorraussichtlich

es geht also in die Gesamtspenden, die für das Freenet Projekt da sind, mit ein.

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Willkommen im Weltenwald!
((λ()'Dr.ArneBab))



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