p2p-Nutzer gehen nicht zurück zum Pausenhof, sondern höchstens zu rapidshare u.ä.

-> Kommentar zu Tausch-Netzwerke: Schnüffeln und Schnüffeln lassen im Beobachter.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer auf den Pausenhof zurückgehen ist minimal.

Was stattdessen passiert ist, dass sie immer mehr Dienste wie Rapidshare nutzen, die zentralisiert arbeiten (d.h. ein Unternehmen nimmt Geld damit ein) und so die Gefahr von mafiösen Strukturen bieten - was in echt dezentralen p2p-Netzen nicht der Fall ist, da sich dort alle Nutzer auf Augenhöhe begegnen und die Programmierer eher eine Nebenrolle spielen.

Die Unterhaltungsindustrie hat sich damit also selbst ins Bein geschossen, weil sie jetzt nicht mehr einer Vielzahl nur lose organisierter Individuen gegenübersteht, sondern einigen wenigen Firmen, die ihre Einkommensquelle verteidigen.

Teilweise auf der Strecke geblieben ist der soziale Gedanke des Tauschens. Und das ist auch der einzige Erfolg der Unterhaltungsindustrie, denn Musik, Filme und Spiele werden weiterhin illegal über das Netz verbreitet, nur jetzt nicht mehr von Freund zu Freund, sondern über einige wenige, große, pseudo-vertrauenswürdige Mittelsleute.

Wer wirklich sicher sein will, geht übrigens einfach ins Freenet. Das ist vollständig dezentral und anonymisiert - und ein p2p-Netz, wenn auch kein traditionelles. Es bietet einen anonymen, dezentralen Datenspeicher, in dem Nutzer ihre eigenen anonymen Webseiten (freesites) veröffentlichen können.

Sein Ziel ist die absolute Resistenz gegen Zensur, und es hat in den letzten 8 Jahren bereits einen großen Teil des Weges zu diesem Ziel geschafft.

Und unter den meisten Systemen ist die Installation inzwischen trivial:

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