Montagsdichtung

42 Monate, die schönste Antwort

Der schönste Tag, der so viel ändert,
Der schönste Satz, der mich verzaubert,
Die Antwort durch die Leben endet
Und doch die Zeiten überdauert.

Die Welten berühr’n sich,
die Zeiten verführ’n mich,
und beide erspür’n sich,
wie ich fühle Dich.

Die Welten erblühen,
wenn Zeitströme glühen,
und Träume versprühen,
die für Dich erblühen.

Wenn Worte erblühen,
Gedanken erglühen,
Gefühle versprühen,
die in mir erblühen.

Deine Worte berühr’n mich,
Gedanken erspür’n sich,
und beide verführ’n mich

Erfrorene Äste

Das Eisen schlägt Funken
die Kälte erstickt,
in bleierner Trauer
die Zeit nur verdickt.

Das Holz fängt die Funken,
das Wasser gefriert,
der Tod lauert trunken,
von Grauen verziert.

Ein Wahrer und Träumer,
als Heiler gebohrn,
nur Sand in den Weiten,
der Fels längst verlorn.

Die Zeiten sind Grauen,
Der Fels nur noch Sand,
Wenn Trauer und Tod
führ’n die heilende Hand.

Verbannt von Disney

Wir waren einst in Disneyland und wollten etwas Spaß,
Da sprangen wir aus der Achterbahn, und wurden kräftig nass.
Dann malten wir ein Disneylogo und dachten, so wird’s schön,
Doch keiner von den Managern wollt’ Mausinator seh'n.

Refrain:
Wir sind…
…verbannt von Disney, alle Mann,
Verbannt von Disney, weil wir den Traum zerbrochen han,
Wir sagten nur die Wahrheit, und die hörten sie nicht gern,
Drum wünscht uns Disney auf ’nen andern Stern.

Weg der Träume

Wenn die Menschen um dich ein Schrecken sind,
jeder Tag dir eine Qual,
Und dein Herz und deine Seele schon beinah blind,
und jeder noch sagt, das wär normal,

Wenn alte Freunde dich erstechen mit Dämonengift,
dass jegliches Leben vergeht,
Wenn von jedem Schlag, der dich dann wieder trifft,
eine neue Narbe entsteht.

Wenn die Welt für dich nur Scheiße ist,
dann merk dir, du bist nicht allein,
Es gibt viele, die das auch betrifft,
und die Welt muss nicht die einz’ge sein.

Wenn auf deinem Rücken Scherze spielen,
Gelächter sicher ist,

Deal Musik!

Wollt ihr etwas Alkohol,
Nein, der macht die Birne hohl,

Wollt ihr dann nicht LSD?
Nein, das tut den Augen weh',

Wie wär’s dann mit Heroin?
Nein, das ist in Spritzen drin,

Nehmt dann doch ein Stückchen Hash,
Nein, das ist uns viel zu lasch,

Wir woll'n lieber Metal hör',
Mit Folkpunk-Rock die Nachbarn stör’n,
Denn uns’re Droge ist Musik,
Die macht uns high und gibt den Kick!

Drum scher’ dich weg mit laschem Stoff,
Gib’ uns Musik, sonst gibt es Zoff!

Zu Spät

Der Wecker klingelt, zum dritten Mal,
Hektik erwacht, das Essen fällt aus,
Schnell noch die Zähne, ohne Dusche schnell raus,
Und die Bahn steht schon da, die Zeit bringt nur Qual.

Gehetze und Rennen zur nächsten Station,
Der Fahrer, er grinst, ein Ruf klingt auch schon.
"Lola rennt", wie gesengt, und erreicht ihre Bahn,
Doch nicht jeder ist sie, die Chance ist vertan.

Am Bahnhof nun endlich, lang hat es gebraucht,
Völlig umsonst wurd’ der Körper geschlaucht,
Denn die Bahn ist verpasst, war pünktlich, na klar,

Glückwunsch (für Physiker)

Wie Dinge hüpfen und sich neigen,
Was sie uns im Inn’ren zeigen,
was wir seh’n, wenn wir sie brechen,
und von Superschnellem sprechen,
und was gilt, wenn sie sind groß?
All das bist du jetzt erstmal los! ;)

Herzlichen Glückwunsch zur ex-Prüfung!

– Für Matthias geschrieben.

Das Weltall

Am Anfang war's für Spinner und Geschichten,
Dann holt es die Religion.

Forscher folgten bald in Scharen,
Dann kamen Visionäre,
doch schon gestützt vom Militär,
das sagte, das es seines wär'.

Drauf kamen Firmen, ganz private,
und welche in Konzernbesitz.

Statt dass wir’s nun den Menschen geben,
steht heute dort der Firmensitz,
ein Zaun noch drum, so ist's vorbei,
mit der freien Fliegerei.

Und seitdem zahlt dort Austritt jeder,
der die Welt verlassen will.

Ratschlag

Wenn dein Gehirn die Schranken senkt
            und nichts mehr Wissen will,
Wenn Torheit deine Taten lenkt,
            was sonst auch dich erfüll’,
Wenn deine Zeit im Argen liegt,
            Termin Terminen folgt
Und dein Kalender sich verbiegt,
            der Einband platzen wollt,

Dann setz dich hin und gönn' dir Ruh',
hör' einfach mal dir selber zu.
Denn Hektik tut dir niemals gut,
Drum sag was ab, du brauchst nur Mut.

Feuer im Herzen

Feuer im Herzen,
doch blank ist der Geist,
Taub ist die Seele,
wenn man sich selbst bescheisst.

Feuer im Geiste,
doch Taub ist das Herz,
Tod ist die Seele,
nach psychischem Schmerz.

Der Fisch stinkt vom Kopf her

Wir schmeißen die Stationshelfer raus,
Denn wir ham' zu viele Schwestern im Haus,
Dann putzen jetzt Schwestern den Dreck
und bringen das Essen weg.
Das kostet zwar etwas mehr,
doch die Kassen sind leer.

Drum ham' wir zuviele Betten,
Die müssen weg (um) uns zu retten.
Schwestern kriegen doch viel zu viel Lohn,
für's wischen und putzen, das ist reiner Hohn,
wir schmeißen sie auch noch hinaus,
Dann ham' wir Frieden im Haus,

Foreign Lands

We will help you, my dear friends,
to bomb and conquer foreign lands,

It won't be attack, nor a sin,
as we will be the ones, who win,

and should someone then criticize,
we'll show our muscles to his eyes,

so never should again he say,
that foreign lands will foreign stay.

Defend ourselves, is what we do,
and our friends defend us, too,

So it's a real honor thing,
that defend bells of yours we'll ring,

whatever is your property,
we'll die for it, as you will see,

and if it's now not one of yours,
soon it will be, we'll help, of course.

Geh’ zur Arbeit, verdien’ Geld

Geh zur Arbeit, sagt er dir,
denn du bist nur'n kleines Tier,
versuche nur mehr Geld zu kriegen,
so werden sie nur schneller siegen.

Versuch’ zu ackern und zu schaffen,
dann wirst du es niemals raffen,
dass all dein schönes vieles Geld,
das du verdienst in dieser Welt,
zu ihnen stets zurück nur fällt,
die Arbeit dir dein Leben gällt,
und dich für sie bei Stange hält.

Drum geh' zur Arbeit, verdien' Geld,
gibt's schön'res unter'm Himmelszelt?

Politiker und Presse

Was meinen sie zu meinen Fragen?
        Ich glaub', sie woll'n was and’res sehn,
        Find ich wirklich äußerst schön,
Wo würd' ich ihnen sowas sagen?

In Wahrheit wird dahinter steh'n.
        Moment, wer hat das vorgeschlagen,
        Ich dacht' das wären klare Fragen,
Das genau wie ich sie's seh'n.

Ein Riss

Frankreich, das ist Boule und Wein,
England ist die Mutter Queen,
Italien schlägt den Demonstrant,
Deutschland macht auf Schwein und Bier.

Wir halten uns're Sprache rein,
und wollen Fish und Chips in Wien,
Verprügeln manchen Asylant,
Und woll'n ein Siegel. Hier und hier.

Der Wein wird mit dem Schein gefüllt,
Der auch in Wien als Währung gilt,
auch Demonstranten abgeknöpft,
wird für ihn schnell ein Bier geköpft.

Musik ist eine Droge

Musik ist eine Droge.

Von ihrem Gebrauch wird insbesondere Politikern und Konzernmanagern abgeraten, da er in vielen Fällen zu gefährlichen Spätfolgen wie kritischem Denken, Kreativität und guter Laune führen kann.

Insbesondere gewarnt wird vor selbstgepanschter Musik, deren Genuss in fast allen Fällen einen signifikanten Anstieg der Kreativitätsrate zur Folge hat.

Schlag

Vier finst're Gestalten mit Mordlust im Blick,
Laufen mit anderen Menschen zusammen,
Sie denken nicht an schöne Zeiten zurück,
Denn Rachsucht hält längst ihre Seelen gefangen.

Auf die Strasse, in der viele einkaufen geh'n
Haben wohl zwei dieser Mörder geseh'n
Und sie rissen dann bald voller eiskaltem Hasse,
Ihre Körper in Stücke inmitten der Masse.
Die Druckwelle tötet acht and're sofort,
Verletzt hundertachtzig noch am selben Ort.

Minuten vergingen, dann tönte ein Schlag,
Bei dem sich zum Glück nur so mancher erschrak.

Ein Same im Himmel 2

An einem weiteren Ort sollen wir leben,
An einem anderen Ort in unserer Zeit.
An einem Ort der übersteht die Vernichtung unserer Art,
der überdauert,
wenn sie denn kommt.

Ein Same im Himmel, fern unserem Hass,
Ein Same im Himme, wohin es auch geht,
Ein Same im Himmel, der keimt in der Zeit,
Die Vernichtung der Welt übersteht.

Die Welt und der Hass,
der Groll aller Menschen
entlädt sich doch hoffentlich nie.

Doch wenn er die Menschheit zerbricht,
dann lebt unser Same noch.

Zerstörte Wiesen

Panzer fahren durch die Welt,
sie sagen uns „nur für den Frieden“
Raketen fliegen für viel Geld,
sie treffen auf zerstörte Wiesen.

Die letzten Menschen verkriechen sich,
sind unters Felsmassiv gegangen,
Doch seh' ich das, so wund’rich mich,
warum habt ihr angefangen?

Die Wälder brennen und Tiere ersticken im giftigen Regen,
und diese Welt woll’n wir Kindern geben?

Dann wach ich auf und weine lang,
höre ich Minister reden.
Es wird mir ganz angst und bang,
Denk ich: Sie vertreten jeden.

Ein Same im Himmel

Ein Same im Himmel, uns zu erhalten,
Ein Same im Himmel, der uns noch bewahrt,
Ein Same im Himmel, eine Blüte so zart,
Ein Same im Himmel, sich selbst zu gestalten.

fonättikl inglisch

The slaves we freed,

This is what I read,

And yesterday I read,

That they all fled.

PS: The title is “phonetical english”, written in a way, that germans can just read it aloud to speak it correctly.

Hoffen auf die Wende

Drei Millionen sind wieder gestorben,
vierzig Millionen sind noch infiziert,
das Schicksal der Menschen, das uns interessiert,
ist südlich der Wüste schon lange verdorben

Im Osten und Asien hats längst Fuss gefasst,
und breitet sich aus als unhaltbarer Strom,
auch in Berlin in New York und in Rom,
tragen die Menschen den schweren Ballast.

Doch wie wird diese Seuche sein,
ist sie in Wahrheit noch so schlimm?
es nimmt fast ab der Neuen Zahl.

Schenk nicht Optimismus ein,
sagen sie mit Ingerimm,
geschwächte Förd'rung wär fatal.

SOG

Da ist das Übungsblatt,
und es schaut mich fast an,
und ich schau weg,
denk doch daran.

Es will, dass ich es mache,
es fordert mich sofort,
doch ich bin fast am Rennen,
verlasse diesen Ort

und find' den Ort des Schreibens,
die Zeilen fließen frei,
bin weit entfernt vom Blatte
und hab' es doch dabei.

Es geistert mir im Kopf herum,
schleicht sich in Wort und Schrift,
ich renne stolpre ihm davon,
nehm so mein eig'nes Gift.

und da liegt nun das Übungsblatt,
Ich schau es doch noch an,
bis morgen reicht mir meine Zeit,
Ich hoff, ich hab' es dann.

Träumerzeiten im Trockenjahr

In meinem Wesen nisten Träume,
erheben sich auf weiten Schwingen,
Verwischen meines Lebens Säume,
Und bringen so mein Herz zum Singen.

Doch fühlen viele das als Last,
und sagen mir in steter Hast,
das Träumen nicht ins Leben passt.

Mich nährt ein Traum wie klares Wasser,
in ihm lernt meine Seele fliegen,
das Licht scheint klarer, Regen nasser,
in Träumen lern ich freudig siegen.

Und doch heißt Träumen heut Ballast,
von Trockenheit schon lang erfasst,
hat mancher jeden Traum verprasst.

Doch in mir tanzen noch die Farben,

Gleichschritt Marsch

Drei Punkt Neun k Gleichschritt marsch,
Kriecht unsern Freunden in den Arsch,

Abmarschiert, hoch das Gewehr,
aber zackig, bitte sehr,

Schießt mit Blei auf jeden Feind,
seid mit ihm im Tod vereint,

Und dabei schweigt doch, bitte sehr,
Dafür seid ihr unser Heer.

Erfolg und Weisheit?

Ein kluger Mensch mit sieben Jahr’n,
bis er in die Schule kam,
die Klugheit wurd’ ihm weggelehrt,
und das Leben so erschwert.

Dann fing er mit studieren an,
da war er schon ein dummer Mann,
wurd’ Spezialist in seinen Fächern,
verlor’ auch noch das letzte Lächeln.

Bald ging er in die Arbeitswelt,
wurd’ als klug dahingestellt,
die Lippen wurden hart und kalt,
und er wurde langsam alt.

Nun wollte er Politiker werden,
denn er fühlte sich zu klein,
wollt’ Bundeskanzler sein auf Erden,
drum wurde er ein echtes Schwein.


In den Irak

Der alte Bush zog in den Krieg,
Errang dabei recht schnell den Sieg,
Verlor dann aber doch die Lust,
Das bracht ihm später großen Frust.

Der junge Bush holt’ alles nach,
Wollt’ Rache für des Vaters Schmach.
Sah er denn wirklich erst so spät,
Dass er die Saat des Terrors säät?

Herr Terror aber lacht schon heute,
Was Bush heut’ grämt, das macht ihm Freude,
Er hat dem Bush die Türm’ geklaut,
Und Bush hat ihm ein Heim gebaut.


War das Absicht?

Ungerechter Neid

Wenn wir doch den Neid vergessen,
auf die Menschen dieser Welt,
mit dem selben Maß sie messen,
das von Geld schon gar nichts hält,

Dann können wir uns wirklich treffen,
sehen Freunde, Nichten, Neffen,
lassen nur das Menschmaß zu,
Bleiben glücklich, ich wie du.

…und zum weiterdenken: Die Bild-Zeitung hetzt Arbeitnehmer und Rentner gegen Hartz-IV-Empfänger auf.

Schnödder und Höckel

Schnödder und Höckel: Hände schütteln

Höckel: Guten Tag Herr Schnödder, wie geht es ihnen?

Schnödder: Wie immer Herr Höckel. Keine Größeren Probleme im Bundestag und die CDU hat eh' Probleme noch Argumente gegen uns zu finden, seit wir ihr Programm übernommen haben.

Gerechter Neid

Wenn wir unsren Neid vergessen,
dann ham die Reichen mehr zu fressen,
denn wir hör’n dann endlich auf,
zu kämpfen für den vollen Bauch.

Wenn wir uns’ren Neid vergessen,
sind wir alle ganz versessen,
ihren Reichtum und ihr Geld,
zu pfropfen auf die heile Welt

Wenn wir unsren Neid vergessen,
geben wir die Freiheit her,
lassen sie die Kinder fressen,
essen selbst schon gar nichts mehr.

Wenn wir unsren Neid vergessen,
auf der reichen Menschen Lohn,
können wir uns selbst vergessen,
für uns enthält ihr Buch nur Hohn.

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Willkommen im Weltenwald!
((λ()'Dr.ArneBab))



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