Brückenwächter ohne Schlucht: Die Misere der Medienunternehmen

Die Medienunternehmen waren früher sinnvoll, weil sie

  1. Die Medien zu den Bürgern gebracht haben, denn damals waren Entfernungen noch eine ohne Hilfe nur schwer zu überwindende Schlucht,
  2. Diejenigen Medien ausgesucht haben, die den Kunden vermutlich gefallen und
  3. Infrastruktur zur Produktion von Medien angeboten haben.

Das erste kann das Internet heute besser.

Für das Zweite degegen können sie immernoch sinnvoll sein: Sie filtern das riesige Angebot für mich, so dass ich nicht von der schieren Masse erschlagen werde.

Und auch das Dritte kann noch funktionieren. Allerdings macht die Digitalisierung es immer leichter, mit niedrigem Budget Qualitativ hochwertiges zu produzieren. 3D-Kino ist hier ein Schritt in die richtige Richtung: Immer merklich qualitativ besser sein als das, was Leute ohne die Unternehmen produzieren können.

Der Irrweg

Viele der großen Verlage versuchen immernoch, mit der ersten Aufgabe Geld zu verdienen (DRM bedeutet nur, den Kunden Autos zu verkaufen, die sich weigern, über den Schotter neben der Brücke zu fahren, so dass die Kunden wieder Geld bezahlen müssen, um auf die andere Seite zu kommen) und ignorieren dafür die zweite (die auch mit dem Internet sinnvoll sein kann). Die Funktion als Filter und Tippgeber wird sogar immer wichtiger, weil es dank massiv vergrößertem Angebot immer schwerer wird, unter den ganzen Medien diejenigen Medien zu finden, die einem wirklich gefallen.

Wer versucht, mit Brückenzoll Geld zu verdienen, nachdem die Schlucht längst zugeschüttet ist, kann nur Pleite gehen — oder künstliche Schluchten bauen und damit die Gesellschaft aktiv schädigen.

Alternativen

Statt Gräben zu ziehen sollten die Medienunternehmen Wegbegleiter auf der Suche nach den für ihre Kunden tollen Werken sein und dafür Geld nehmen. Denn auch nachdem die Schlucht weg ist, bleibt das Land der Kunst dahinter immernoch unübersichtlich groß.

Oder den Künstlern helfen, Werke zu schaffen, die den Besuchern des Landes besser gefallen als andere, und dafür von den Künstlern Geld nehmen (was ist GarageBand von Apple anderes?). Das können die Unternehmen auch vorstrecken, wenn sie ihre alten Geschäftsmodelle behalten wollen…

Kurz: Es gibt weiterhin sinnvolle Wege, mit denen die großen Medienunternehmen Geld verdienen können. Brückenzoll gehört aber nicht länger dazu. Ihre Optionen, Geld damit zu verdienen, sind heute:

  • Es leichter zu machen, gute Medien zu finden und/oder
  • Es leichter zu machen, gute Medien zu produzieren.

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