Umgekehrter Brückenzoll: Die Verlage laden Google ein — und fordern Geld dafür

Update (2019-02-16): Und jetzt „will“ „die EU“ das. Nachdem es bisher überall schiefgegangen ist, probieren wir es nochmal im größeren Rahmen. Denn eine schlechte Idee wird ja umso besser je mehr Leute sie umsetzen … wir müssen auf die Straße, damit das EU-Parlament diesen Wahnsinn ablehnt.

Update (2014-10-01): Und jetzt machen die das: »Pressemitteilung der VG Media: "Google erpresst Rechteinhaber."«
Sie fordern den Umgekehrten Brückenzoll. Und natürlich kein Wort dazu, dass es auch Rechteinhaber gibt, die ein Leistungsschutzrecht gar nicht wollen, weil sie dessen idiotie erkennen.
Googles Meldung dazu: News zu News bei Google. Google geht hier indirekt auf das Kartellrecht ein: „Andere große deutsche Anbieter haben die Inhalte von Mitgliedern der VG Media sogar vollständig entfernt.“ ← Wer erpresst also wen?

Torwächter gibt es: robots.txt

Die Taz schrieb, was Verlage angeblich wollen:

Oder es Google eben verbieten, auf die jeweiligen Angebote zu verlinken

Eben nicht. Das können sie nämlich schon: Einfach eine einzelne kleine Datei auf den Server legen:

Name: robots.txt

Inhalt:

User-agent: *
Disallow: /

Die Taz hat so eine übrigens schon, nur verbietet die Google nicht, auf Inhalte zuzugreifen (was ja auch dumm wäre):

Blöd und Spüngel haben auch eine:

  • http://www.bild.de/robots.txt
  • http://www.spiegel.de/robots.txt

Und die Geld natürlich auch:

  • http://www.welt.de/robots.txt

Um Google auszusperren bräuchten sie also nur einen Texteditor. Er muss nichtmal Dateien erstellen können - es reicht, die bestehenden zu ändern.

Google irgendwas zu verbieten kann also nicht Sinn der Sache sein.

Umgekehrter Brückenzoll

Vielmehr kann es nur darum gehen, entweder das Geschäftsmodell der Suchmaschinen zu ruinieren, oder eine Zwangsabgabe zu schaffen, die diejenigen zahlen müssen, die Leute zu ihnen bringen.

So etwas wie einen umgekehrten Brückenzoll: Statt dass der Besitzer der Brücke Geld bekommt, wenn jemand die Brücke verwendet, muss er für jeden Benutzer der Brücke Geld bezahlen, wenn auf der anderen Seite das Land des Verlages beginnt. Weil man von der Brücke aus ja sehen kann, wo man hingeht…

Damit das gelingt, müssen die Verlage den Brückenbesitzer natürlich zwingen, weiter Leute zu ihnen zu bringen. Aber wofür gibt es das Wettbewerbsrecht…

Und jetzt machen die das (Update 2014)

»Pressemitteilung der VG Media: "Google erpresst Rechteinhaber."«

Mit diesem Schritt haben die in VG Media organisierten Verlage den Übergang von Brückenwächtern ohne Schlucht zu Mafiamethoden geschafft. Geld dafür verlangen, Inhalte zu nutzen, und sich dann auf Gesetze berufen, nach denen die Inhalte genutzt werden müssen.

Ich wünschte, das wäre nicht so vorhersehbar gewesen…

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((λ()'Dr.ArneBab))



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