I recently joined a new project. Got the task: “this operation is too slow, can you speed it up?” -- sure! We’ll just parallelize the costly operation, and … and then …. A colleague noted early on where we do query prefetching.
Then I profiled.
Oh, the database is hit N times instead of 1 times. Two line fix in the prefetching. More database queries sent late. A few lines fix. A colleague found more ways to make logging cheaper: only pay the cost when actually logging.
More profiling.
Built the parallelization.
Then I benchmarked under more realistic conditions. The threading caused issues with the database queries. I threw it out. Benchmarked again. Could prove that it is fast enough: more than factor 2 faster than when I started.
And then saw load stats of the production system: we’re CPU bound.
I found out that the production system was severely underresourced. Parallelization could never have helped.
Asked for a decision: do you want me to spend two more weeks optimizing and maybe get it faster, or rather spend the same amount of money over the next two years to double the resources this gets.
I spent the next two weeks on other tasks, in the knowledge of a task well done, though slower than I could have been if I had checked resources first. Because the actual fix was to avoid stray database queries.
Takeaway: always check for production statistics. If you’re needlessly querying the DB or if you’re CPU-bound, parallelization doesn’t help a bit. It may even break the system.
Please ask me in 8 years whether I still think that.
From a comment I wrote on youtube. Also written here, because I think that sharing “I misjudged and recovered from it -- this is what I learned” is more valuable than saying “I knew he was wrong all along”.
Antwort im Forum zur Petition gegen die Streichung der Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag, auf einen Beitrag, der forderte, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ganz zu streichen.
OK, akzeptiert, wenn alle Unternehmen in Genossenschaften umgewandelt werden, bei denen jede Person genau einen Anteil hält, Beschäftigte genauso wie die bisherigen Eigentümer. Dann tragen alle das unternehmerische Risiko gemeinsam -- denn das wollen Sie doch, oder? Das wäre Ausgewogenheit: gleiches Risiko, gleicher Nutzen.
Dann können auch alle ausgewogen und auf Augenhöhe diskutieren, ob sie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wollen.
Passt Ihnen nicht? Dann hinterfragen Sie besser Ihre Definition von Ausgewogenheit. Unternehmen können ja bereits entscheiden, Selbstständige zu beauftragen. Die aber den nächsten Arbeitsauftrag auch ablehnen und mit jemand anderem zusammenarbeiten können. Und die mehr kosten, denn sie müssen Unsicherheiten der Auftragslage abfangen.
Ich danke Ihnen dafür, dass Sie deutlich gezeigt haben, aus welcher Ideologie heraus die Streichung der Lohnfortzahlung am ersten Tag betrieben wird. Wenn noch jemand eine Begründung brauchte, warum diese Pläne bekämpft werden müssen, haben Sie sie gerade geliefert.
An Lesende hier: wenn es Dich erschreckt, dass Dir die Merzregierung im Schnitt mehrere Tage Gehalt pro Jahr streichen will, und das mit einem Mittel, das durch mehr Ansteckung volkswirtschaftlichen Schaden verursachen würde, zeichne die Petition bitte mit: Keine Streichung der Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag.
Kommentar zu So radikal sind Christfluencer von Die Da Oben.
Die gezeigten Christfluencer bauen einen Kirchen-ähnlichen Raum auf und sind gleich selbst die Händler darin. Laut Bibel hätte Jesus dafür die Peitsche rausgeholt.
Ich mag nicht glauben, dass ein Gott existiern, aber ich finde es verwerflich, den Glauben von Leuten so zu korrumpieren.
Das ist, als würde ich dir Jedi-Bücher versprechen und in diesen Büchern dann predigen, dich dem Hass zu verschreiben.
Leserbrief zu Aus der Geschichte lernen und die Demokratie schützen im Deutschlandfunk Kultur.
Sehr geehrter Herr Mayer, Sehr geehrte Frau Niejahr,
vielen Dank für Ihre Sendung! Ich habe sie im Nachhinein auf der Webseite gehört und fand die besprochenen Themen sehr spannend.
Zum Ende hin hatte ich allerdings den Eindruck, dass niemand so wirklich einen Plan hat, wie sich was verbessern lässt. Faschisten haben ihr durchgeplantes Projekt 2025, das sie Punkt für Punkt umsetzen, und Demokraten haben „da muss dann mal jeder auf die Straße oder sich in Politik einsetzen“.
Ist das wirklich alles? Keine Vision, hinter die sich Leute stellen? Keine Pläne, um die Stärke von Demokratie wieder stärker sichtbar zu machen? Keine Koordination, um die Anziehungskraft liberaler Demokratie in der EU zu fördern?
Ich versuche selbst auf meiner privaten Webseite etwas dagegenzuhalten, aber das ist nur eine kleine Webseite, keine koordinierte Aktion:
https://www.draketo.de/politik/demokratie-staerke.html
Ansonsten erlebe ich in die Richtung nur Sarah Bosetti und manchmal den Parabelritter bei Funk. Dazu gibt es Bewegungen für Räte aus zufällig Gelosten, um unsere Demokratie noch repräsentativer zu machen. Vielleicht noch ein paar Regionalinitiativen.
Und sonst ist irgendwie Stille.
Das kann doch nicht alles sein. Was verpasse ich?
mit freundlichen Grüßen,
Arne Babenhauserheide
Eine Antwort auf eine Umfrage von ZDF mitreden zur Frage „Sollte die Fortzahlung von Lohn im Krankheitsfall eingeschränkt werden?“ weil der Präsident der Arbeitgeberverbände das fordert.
Erstens: würde die Lohnfortzahlung eingeschränkt, würden mehr Leute krank zur Arbeit kommen und damit zum einen schlechter heilen, mit größerem Risiko von schwereren Erkrankungen, und zum anderen mehr Leute anstecken. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sind eine gute Idee, die die langfristige Erhaltung der Arbeitsfähigkeit fördert und die Kollegen vor Ansteckung schützt. Gesamtwirtschaftlich ist das ein klares Plus und die Lohnfortzahlung einzuschränken wäre dumm.
Zweitens: Die Krankheitstage stiegen nach Corona und es ist bekannt¹, dass Corona das Immunsystem nachhaltig schädigt. Sie sind also kein Fehlverhalten von Arbeitnehmern und keine Fehlsteuerung des Verhaltens, sondern eine reale Folge unseres Versagens dabei, Corona einzudämmen. Wenn die Welt sich verändert, ist es billigste Menschenfeindlichkeit, den Arbeitnehmern die Schuld zu geben.
Comment on protagonist dreams laurels by Andy Wingo.
Copyleft is still political. AGPL is political. Mastodon is immensely political, even gaining tractions among political parties. And we won something, but we did not secure enough: lax licenses endanger what was won. And Javascript and Rust are all about lax licensing. And LLMs take our political copyleft code and spit out proprietary chains (let’s see whether that will work out in court: I think when an LLM takes my AGPL licensed code, all its even slightly related outputs should be AGPL).
Free Software is about defending against one evil: other people casting you in digital chains that you cannot break. It is a necessary condition for a Free Society. Software as a Service enables chains with GPL, but not with AGPL, and Javascript enables chains with lax licensing but not with GPL.
When you wonder whether Free Software actually achieved something, imagine how evil Palantir would be, if almost all software were proprietary. It wouldn’t be possible for a small company to provide a free replacement, because they couldn’t afford the license cost for all the components. And Palantir would get those components much cheaper -- or own them.
Imagine the world we would live in, if browsers were not Free Software. If they were not User Agents, but restricted gates. Could a small team like Igalia then do practical development, and could people leave their jobs to build Mastodon? Or create a community distribution like Guix, if building software would require buying dedicated development hardware (Apple tried that) and licensing expensive development environments? Those questions show me, how much liberation Free Software enables.
Also: congrats! The award is well-earned!
Kommentar zu Apache: Es gibt kein mod_http3 – egal, was die KIs euch einreden.
Danke für den Artikel. Ich wollte vor ein paar Wochen endlich zumindest die Seiten auf http3 migrieren, die nginx nutzen, das auf dem Server laufende Ubuntu LTS hat aber erst nginx 1.24 und http3 gibt es erst ab 1.25 (und bei einem Server, auf den ich keinen physischen Zugriff habe, bleibe ich auf der LTS-Version).
Ich hoffe trotzdem auf Apache, weil der Webhoster meiner Hauptseite Apache nutzt, auf einem schlichten LAMP Stack (der mir die Last der Updates abnimmt), so dass ich keinen nginx davorschalten kann.
Soweit ich es von Servern sehe, die HTTP3 anbieten, könnte ich damit etwa 20ms Setup-Zeit sparen und so für den ersten Seitenaufruf bei kleinen Seiten auf etwa 100ms Zugriffszeit kommen, zumindest bei Zugriffen aus Deutschland.
Antwort auf diese Frage auf Youtube, die mir gestellt wurde, weil ich sagte, dass eine 6-Tage-Woche dumm wäre, weil dadurch in den meisten Bereichen Effizienz und Produktivität sinken.
Erstens: ja, habe ich. Viele andere Entwickler Freier Software kennen das auch. Mehr als zwei Drittel haben Burnout erlebt. Mein Team-Leiter hat mich einmal davor bewahrt, so dass ich haarscharf daran vorbeischrammen konnte. (Danke, Christian! Du bist toll!)
Zweitens: wer an einer Stelle sitzt, an der nicht-Erreichbarkeit Andere blockiert, kann in der zusätzlichen Zeit mehr erreichen (genauer: mehr Blockaden vermeiden). Deswegen kann ständige Erreichbarkeit bei Entscheidern auch bei geringerer eigener Leistung produktiv sein.
Drittens: lass dir nie von jemandem erzählen, wie viel du arbeiten sollst, der noch nie Burnout hatte.
Viertens: es gibt Studien zur Unfallwahrscheinlichkeit und Produktivität bei verschiedienen Arbeitszeiten. Einen Überblick liefert die medizinische Uni Wien. Bei 50 Stunden pro Woche sind Kreislauferkrankungen signifikant erhöht. Ab 10 Stunden an einem Tag gibt es bei fast allen Menschen Leistungseinbrüche durch Ermüdung (8 Stunden sind größtenteils sicher). Bei 12 Stunden gibt es bleibende Ermüdung, die nur binnen mehrerer Tage abgebaut werden kann.
Fünftens: es gibt manche Menschen, die wirklich 60-70 Stunden effizient arbeiten können. Einige davon leiden an dem Survivors’ Bias zu glauben, alle könnten das. Wenig schlafen zu müssen hilft (darunter leidet aber die Informationsverarbeitung).
Sechstens: mit Kindern wird das nochmal schädlicher. Wenn dein Partner nicht arbeitet und dir alles abnimmt, sind die 70 Stunden effektiv 35 Stunden pro Person. Ohne Partner ist das Burnout-Risiko höher.
Siebtens: aktuell kann ich keine 50 Stunden pro Woche mehr produktiv sein. Krankheiten in der Familie haben mich fast aus der Bahn geworfen; habe mich grade so fangen können.
Achtens: Viele berühmt gewordene Autoren haben höchstens vier Stunden am Tag geschrieben. Dass sich heute Leute der 80 Stunden rühmen klingt daher eher wie ein Effekt der Arbeitskultur (sprich: Ideologie) und nicht nach einer zwingend produktiveren Struktur. Auch bei Entscheidern: wenn sie wirklich immer gebraucht werden, ist die Unternehmensstruktur vielleicht falsch. Die 80 Stunden könnten aber erklären, warum viele Spezialisten sich an den Kopf langen, wenn sie wieder hören, was die Top-Manager ihrer Firma erzählen.
Dieser Text ist jetzt auch ein eigenständiger Artikel: 6-Tage-Woche wäre dumm.
Antwort auf diese Frage auf Youtube, die mir gestellt wurde, weil ich sagte, dass eine 6-Tage-Woche dumm wäre.
Erstens: ja, habe ich. Viele andere Entwickler Freier Software kennen das auch. Mehr als zwei Drittel haben Burnout erlebt.
Zweitens: wer an einer Stelle sitzt, an der nicht-Erreichbarkeit Andere blockiert, kann in der zusätzlichen Zeit mehr erreichen (genauer: mehr Blockaden vermeiden). Deswegen kann ständige Erreichbarkeit bei Entscheidern auch bei geringerer eigener Leistung produktiv sein.
Drittens: lass dir nie von jemandem erzählen, wie viel du arbeiten sollst, der noch nie Burnout hatte.
Viertens: es gibt Studien zur Unfallwahrscheinlichkeit und Produktivität bei verschiedienen Arbeitszeiten. Einen Überblick liefert die medizinische Uni Wien. Bei 50 Stunden pro Woche sind Kreislauferkrankungen signifikant erhöht. Ab 10 Stunden an einem Tag gibt es bei fast allen Menschen Leistungseinbrüche durch Ermüdung (8 Stunden sind größtenteils sicher). Bei 12 Stunden gibt es bleibende Ermüdung, die nur binnen mehrerer Tage abgebaut werden kann.
Fünftens: es gibt manche Menschen, die wirklich 60-70 Stunden effizient arbeiten können. Wenig schlafen zu müssen hilft (darunter leidet aber die Informationsverarbeitung).
Sechstens: mit Kindern wird das nochmal schädlicher. Wenn dein Partner nicht arbeitet und dir alles abnimmt, sind die 70 Stunden effektiv 35 Stunden pro Person. Ohne Partner ist das Burnout-Risiko höher.
Siebtens: aktuell kann ich keine 50 Stunden pro Woche mehr produktiv sein. Krankheiten in der Familie haben mich fast aus der Bahn geworfen; habe mich grade so fangen können.
Achtens: Viele berühmt gewordene Autoren haben höchstens vier Stunden am Tag geschrieben. Dass heute sich Leute der 80 Stunden rühmen klingt daher eher wie ein Effekt der Arbeitskultur (sprich: Ideologie) und nicht nach einer zwingend produktiveren Struktur. Auch bei Entscheidern: wenn sie wirklich immer gebraucht werden, ist die Unternehmensstruktur vielleicht falsch. Die 80 Stunden könnten aber erklären, warum viele Spezialisten sich an den Kopf langen, wenn sie wieder hören, was die Top-Manager ihrer Firma erzählen.
Die AfD gibt es zum großen Teil, weil Leute deren Lügen aufsitzen.
Es gibt zu solchen Lügen eine gute Analyse: eine repräsentative Umfrage „wie geht es Ihnen“ und „wie geht es Deutschland“.
Aktuell (November 2025, Forschungsgruppe Wahlen, via ZDF):
Was Leute selbst beurteilen können sehen sie also als viel, viel besser an, als was sie nicht beurteilen können.
Komplette Ergebnisse:
Table 1: Anteil der Befragten, die diese Antwort gaben. Unsicherheit via Methodik_Politbarometer Gut Teils,teils Schlecht Persönliche Wirtschaftslage 57% ± 3% 34% ± 3% 10% ± 2% Allgemeine Wirtschaftslage 7% ± 2% 51% ± 3% 42% ± 3%Und das bedeutet: ein Großteil der Sorgen der Leute wird durch Lügen verursacht. Das zeigt die Macht von feindseliger Propaganda über die Meinung in Deutschland.
Noch deutlicher zeigt sich das in den langfristigen Daten: Deutschland geht es … vs. mir geht es …. Die Persönliche Wirtschaftslage is seit Anfang 2023 unverändert bei knapp 60% gut (vor Putins Angriff auf die Ukraine war sie bei 65%), aber die Einschätzung über Deutschland ist von 20% Gut auf 7% gut abgestürzt. Ohne Veränderung in der eigenen Situation.
Der Pressesprecher der AfD sagte, als er dachte, das Mikro sei aus: „Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD.“
Dafür reicht es allerdings schon, wenn die Leute glauben, Deutschland ginge es schlechter, als es Deutschland wirklich geht. Was echten Schaden anrichtet: es bremst Investitionen und Ausgaben und verschlechtert so die wirkliche Wirtschaftliche Entwicklung.
Kommentar zu AfD und Wirtschaft im DLF:
Sehr geehrte Redaktion,
"wenn wir vertrauen haben in unsere Widerstandsfähigkeit", graben wir dann mit Wunden an den Händen in der Erde?
Dass Weidel eine Bühne im Bundestag hat bedeutet nicht, dass noch mehr Normalisierung keinen Schaden bedeutet.
Das ist der Fehlschluss, der sich durch den Kommentar zog.
Wenn die AfD an den Grundpfeilern der Demokratie sägt, sollten wir ihr keine Kettensäge reichen.
Jede weitere Normalisierung riskiert, dass der Schaden so hoch wird, dass unsere Demokratie zusammenbricht.
Mit freundlichen Grüßen,
Arne Babenhauserheide
Jean Louis wrote a nice description of the way the Free Software Foundation fights for Free Software, along with some of the big successes: