Politik

Welche Wirtschaft willst Du?

Diese Frage wollte ich im CSI auf der Podiumsdiskussion mit Sven Giegold über Chancen zivilgesellschaftlicher Einflussnahme im Finanzsektor stellen, aber ich habe sie nicht so klar formuliert bekommen, wie ich das wollte.

Prof Anheier hat auf der Podiumsdiskussion bereits angerissen, dass uns in der Wirtschaft positive Visionen fehlen, so dass Mobilisierung schwierig ist.

Die Polizei sollte in Demokratien im Sinne der Bürger handeln

*→ In Wer am Lautesten schreit, kriegt Recht im Filterblog schreibt Jan, dass die Polizei die Aufgabe hat, den Willen der Regierung durchzusetzen, zur Not auch gegen die Mehrheit der Bürger.

Brückenwächter ohne Schlucht: Die Misere der Medienunternehmen

Die Medienunternehmen waren früher sinnvoll, weil sie

  1. Die Medien zu den Bürgern gebracht haben, denn damals waren Entfernungen noch eine ohne Hilfe nur schwer zu überwindende Schlucht,
  2. Diejenigen Medien ausgesucht haben, die den Kunden vermutlich gefallen und
  3. Infrastruktur zur Produktion von Medien angeboten haben.

Das erste kann das Internet heute besser.

Für das Zweite degegen können sie immernoch sinnvoll sein: Sie filtern das riesige Angebot für mich, so dass ich nicht von der schieren Masse erschlagen werde.

Und auch das Dritte kann noch funktionieren.

Wir verteidigen den Frieden

Die Welt ist schön, doch ohne Frieden,
seht nur den Saddam da drüben,
er lacht der Freiheit ins Gesicht,
drum nehmen wir uns jedes Recht,
sein Land mit Bomben zu zerstör'n,
auf, dass wir dann im Radio hör'n,
„Das Land des Bösen ist zerstört“,
doch jeder, der hat das gehört,
denkt nur an die schlimmen Bilder,
          was macht es, wenn man's Land zerbombt,
          da wird ein Hochhaus draufgeplombt,
es gibt doch noch genug der Wälder.

Die Versuche Tauschbörsen zu stoppen: Etwas Geschichte von Napster über edonkey und Gnutella bis BitTorrent, i2p, tor u. Freenet

Das hier ist keine Geschichtstheoretische Abhandlung, sondern ein unvollständiger Erfahrungsbericht1, wie sich Tauschbörsen entwickelt haben, und was die Versuche, sie zu zerstören, bewirkt haben.

Sie ist Teil meiner Antwort auf die Begründung von Herrn Bütikofer zu seiner Abstimmung bei Gallo.

Um es sehr kurz zu machen: Tauschbörsen könnten nur um den Preis einer schlimmeren Zensur als der chinesischen gestoppt werden, denn jeder Datenaustausch müsste vollständig kontrolliert werden. Das ist möglich, aber nur auf Kosten der Privatsphäre und der Rede- und Pressefreiheit.


  1. Meine Erfahrung kommt von Jahren der Nutzung. Ich habe mit Napster angefangen, bin dann zu Gnutella gewechselt und habe nebenbei von Zeit zu Zeit edonkey verwendet und ein paar andere getestet. Seit einigen Jahren bin ich Moderator im GDF, der Mailingliste der Gnutella Entwickler, über die bis Mitte 2008 die Entwicklung koordiniert wurde und irgendwann 2004 habe ich Gnutella für Benutzer geschrieben, das die Funktionsweise von Gnutella in allgemeinverständlichen Worten erklärt (Deutsch und Englisch). Zwischendrin habe ich verschiedene anonyme Netze getestet, z.B. ants und i2p, und BitTorrent als normaler Nutzer verwendet. Heute verwende ich das Freenet Projekt, weil ich darin die beste Versicherung dafür sehe, dass wir einen Ort haben werden, an dem wir den Kampf für die Rede- Meinungs- und Pressefreiheit koordinieren können, wenn die sich aktuell abzeichnenden Zensurgesetze beschlossen werden sollten (und ihre Anwendung sich ausweitet – wie leider zu erwarten ist). Kurz: Ich habe mehr oder weniger direkt all das erlebt, von dem ich hier schreibe. 

Begründung von Herrn Bütikofer zu seiner Abstimmung bei Gallo

Reinhard Bütikofer hat mir auf Abgeordnetenwatch eine Begründung für seine Entscheidung geschrieben, und die Antwort hat meinen Respekt.

Zweite verfehlte Rechtfertigung von Frau Trüpel für Gallo

Update (2018): Die Grünen sind zwar lernfähig, Helga Trüpel scheint es aber nicht zu sein:

Interpretation des Abstimmungsverhaltens von Herrn Bütikofer und Frau Trüpel zu Gallo

11k2 hat in seinem Blog gefragt, was wir davon halten, dass Helga Trüpel und Reinhard Bütikofer gegen ihre Fraktion für Gallo gestimmt haben.

Was ich davon halte ist einfach: 8 haben dagegen gestimmt, 2 dafür. Die zwei haben sich zu erklären, und zwar ihren Wählern und ihrer Fraktion.

Schädliche Zustimmung zu Gallo

→ Ein offener Brief an Herrn Reinhard Bütikofer von den Grünen, der gegen seine Wähler und gegen seine Fraktion für Gallo gestimmt hat. Ich habe ihn ihm über das Kontaktformular auf seiner Seite geschrieben.

Verblendete Zustimmung zu Gallo

Update (2018): Die Grünen sind zwar lernfähig, Helga Trüpel scheint es aber nicht zu sein:

Offene Mail an EU-Parlamentarier zur Anhörung über „Zensur für Kinder“ am 28.–29.9.2010

Diese Mail habe ich heute Frau Franziska Katharina Brantner geschickt, einer EU-Abgeordneten der Grünen im Ausschuss für „Women’s Rights and Gender Equality“.

Sehr geehrte Frau Brantner,

Am 28. und 29. September sind Sie im Rechtsausschuss (LIBE) des Europaparlaments zu einer Anhörung zum Schutz von Kindern vor Missbrauch und Ausbeutung eingeladen.

Nach den Titeln und Sprechern der Vorträge zu urteilen1 werden Befürworter von Internetzensur versuchen, das Ziel des Schutzes von Kindern zu nutzen, um für Kinder unwirksame, teure und für die Demokratie gefährliche Internetsperren zu bewerben.

Jetzt wollen sie (wieder) Zensur über die EU einführen

Als hätten sie mit den Zensurversuchen in Deutschlang nicht schon genug technische Unkenntnis oder Demokratiefeindlichkeit gezeigt, versuchen die Befürworter der Zensur es jetzt in der EU. Wundert es irgendjemanden, dass schon wieder Kinder dafür herhalten müssen?

Sarrazin-Gläubige nutzen Spam E-Mails. Keinen Fußbreit für Spammer und Volksverhetzer!

Ich habe gestern, 9:56 Uhr eine E-Mail von einem „Freundeskreis Sarrazin“ bekommen.

Sie ist eindeutiger Spam und verlogene Meinungsmache allerletzter Güte.

Und da man solche Volksverhetzung nicht verschweigen, sondern öffentlich machen sollte, damit jeder weiß, welche Methoden genutzt werden, um menschenfeindliche Ansichten Gesellschaftstauglich zu machen, zeige ich hier erst die Mail, danach dann eine kurze Analyse mit den Tricks, die genutzt werden, um uns zur Zustimmung zu verleiten.

Adressen habe ich geschwärzt: Ich will denen keine Backlinks geben.

Die Ballade des @mund S.

(Text: Arne Babenhauserheide zur Melodie von „Die Ballade von der Rentnerin Anna Mack“)

Der @mund S. war auch mal jung,
das ist vierzig Jahre her,
Da ging er in die Politik
und gab seine Freizeit her.
Er wurde Sekretär und schaffte Nachts,
während sein Chef schon schlief,
Und wälzte die Akten im ganzen Amt,
als jener zum Biere rief.

Und er half seinem Chef, bracht ihn hoch hinaus,
musst er dafür auch mal schrei’n,
Und so kam der ins Ministeramt,
doch lud er den @mund nicht ein.
Gab ihm keinen Lohn, nicht den besten Job,

Tagesschau: Nachplappern der Musikindustrie

→ zu Popkomm versucht Comeback.

Sehr geehrte Redakteure der Tagesschau,

Leider plappern sie in ihrem Bericht nur nach, was die Musikindustrie an Angaben macht, warum sie Verluste mache und unterstützen damit deren Kampagne zur Verschärfung der Kontrolle ihrer eigenen Kunden.

Eine Industrie, die massenhaft ihre eigenen Kunden verklagt, behauptet, dass sie Umsatzrückgänge hätte, weil Leute Musik kopieren.

Gedanken

Verschiedene Gedanken und Anregungen zum Nachdenken.

Irrsinn

Unfug, der leider real ist…

Visionen

Wie ich mir unsere Welt wünsche.

Freie Träume und praktische Schritte zu einer besseren Welt.

Meine Wunschkoalition

Meine Wunschkoalition: Grüne-Linke-Piraten (roter Totenkopf auf grünem Grund? :) )

  • Grüne für Ökologie, Gleichberechtigung und freie Software
  • Linke für soziale Gerechtigkeit
  • Piraten für digitales (inklusive freie Software)

Das für ist aber nicht das das einzig wichtige. Genauso wichtig ist mir, was mit den Parteien NICHT geht:

Land der Selbstschuld

Eine Freundin von mir,
        Die hat es erwischt,
Ist lange schon ohne 'nen Job,
Ihrem Freund geht's genauso,
        auch er hat kein Geld,
Zum Geburtstag bekam er schon Brot,
Äußerst qualifiziert, employability pur,
Doch jetzt reicht es kaum mehr für's Essen,
Da sprech' ich ein Lob
        Auf das Land, wo sie Not
Als Selbstschuld der Armen vergessen.

Meine Seite ist ab 18 – dank Jugendmedienschutz…vertrag

UPDATE 2016: Und sie ist wieder ab 18. Übrigens so wie ganz youtube. Jetzt mit toller neuer nutzloser xml Technologie. Kopiert von Youtube. Denn das Monster ist schon wieder da.


UPDATE: Da die Grünen in NRW zum Glück den Jugendmedienschutzstaatsvertrag abgelehnt haben1, ist ab jetzt wieder nur der Bereich für Erwachsene ab 18 (die „Schatten der Träume“). Und wer den nicht findet, sollte da auch nicht hin :) Die Meta-Tags der Seite aktualisiere ich mal in einer ruhigen Minute.


Dank der Idiotie unserer Jugendmedienschützer ist ab heute meine gesamte Seite als ab 18 markiert. Um genauer zu sein: Als adult via Voluntary Content Rating2. Denn Sendezeiten einzuführen wäre noch viel größerer Unsinn…


  1. Komm’ mir nicht mit ICRA, das ist (soweit ich die AGBs verstehe) nicht GPL-kompatibel und damit völlig ungeeignet fürs Netz. Nachdem die Seite zu VCR in Wikipedia gelöscht wurde (ohne triftige Gründe oder echte Diskussion → deletion review) konnte ich zumindest erreichen, dass sie in meinen Userspace verschoben wird, daher zeigt der Link dorthin. 

Inhalte der Öffentlich Rechtlichen unter freie Lizenzen stellen

→ zu Depublizieren aus dem Tagesschau Blog. Sollte der Beitrag nicht mehr existieren, dann wurde er bereits depubliziert.

Ich möchte mich der Anfrage anschließen, alle Inhalte, für die Sie ausreichend Rechte haben, unter freie Lizenzen zu stellen.

Lizenzen, die sich eignen:

Haben Kulturschaffende das Recht zu bestimmen, was mit ihren Kreationen passieren darf?

→ Eine Antwort auf die Frage von fon77 in gulli:

» Hat der Erschaffer eines kulturellen Guts (sei es Musik, Film, Spiel etc.) das Recht darüber zu bestimmen, was mit seiner Kreation passieren darf? «

Genau das ist eine Frage. Ja.

Und jetzt denke sie bitte zuende.

Nehmen wir an, die Künstlerin hat das Recht, darüber zu bestimmen, was wir damit machen dürfen.

Fragen wir also:

» Hat sie das Recht zu bestimmen, ob ich zu ihrem Lied meine Frau küssen darf? «

Hm, offensichtlich nicht, egal wie puritanisch sie ist. Suchen wir also weiter.

Konsistentes Leben

→ zu Spiele mit der Psyche oder ... Schach mit Worten.

Ich würde eher sagen, du hast bei ihr den Samen zum selbstbestimmten Leben gelegt (auch wenn das etwas platt klingt).

Nur wer sich selbst hinterfragt, kann sein Weltbild konsistent mit seinen grundlegenden Überzeugungen halten.

Es gibt genug Christen, die erzählen, dass ihnen Nächstenliebe am wichtigsten ist, dann aber einen Verbrecher gleich aufknüpfen wollen → inkonsistent.

Nur 7 Tage Podcasts – per Gesetz

→ zu Retten wir die Futurezone in der Taz.

Das heißt, ich kann wegen einem §ℓ$€ Gesetz WDR2 Kabarett in meinem Podcast nur 7 Tage zurück abrufen und verpasse tolle Inhalte, wenn ich vergesse vor dem Urlaub das PodCast-Programm zu starten und auf auto-download zu stellen?1

Das ist eine verdammte Unverschämtheit!


  1. Info dazu auf nachdenkseiten.de2 

  2. Irgendwie hatte ich das verpasst, obwohl es mich heftig betrifft :( 

Erhaltet eure Links – für eure Besucher und für euch selbst

**Fast 50% der Links in Entscheidungen des Obersten US-Gerichtshofes sind tot, genau wie 70% der Links in Harvard Law Review. Werdet kein Teil des verrottenden Netzes! Erhaltet das Internet!

Wirtschaftskrise vs. Ölpest

Sowohl die Wirtschaftskrise als auch die Ölpest sind Katastrophen, die viele Menschen ins Unglück stürzen. Es gibt aber einen zentralen Unterschied zwischen ihnen: Die Wirtschaftskrise würde verschwinden, wenn alle Menschen aufhören würden daran zu glauben, dass den Profiteuren der Krise ihr Geld wirklich gehört. Die Ölpest schert sich nicht darum, was wir glauben.

Realitätsverzerrung: „Illegale Downloads“ als Problem nennen

→ zu Musiker sind im Netz arm dran in dradio Wissen.

Ich fand ihren Beitrag sehr interessant zu hören, bin dann aber leider über einen gravierenden Schönheitsfehler gestolpert:

Sie haben gezeigt, wie online Geld sammeln funktioniert, und dass viele Künstler wenig darüber wissen, wieviel sie eigentlich online verdienen. Dann erzählen lassen, dass das Leben ohne Label schnell profitabler sein kann, wenn man seine CDs selbst verkauft.

Und dann kam plötzlich der völlig unbelegte (und faktisch falsche) Satz „das Hauptproblem sind aber die illegalen Downloads“.

Avatar auf Blu-Ray: DRM zwingt Käufer zu Raubmordkopien

Erweiterung zu identi.ca: Avatar Raubmordkopien laufen ab Tag eins, während Käufer in die schwarze Röhre schauen → Avatar: Kopierschutz sorgt für schwarze Bildschirme (gulli) → Defective By Design.

Spätestens nachdem bei dem Release von Avatar auf Blu-Ray der Abspielschutz Käufer daran hindert, den bezahlten Film zu schauen1, während Nutzer von Raubmordkopien2 ab Tag eins perfekte Qualität geliefert bekamen, frage ich mich ernsthaft, ob die Bosse der Medienverschiebeindustrie ihre Kunden absichtlich in Tauschbörsen treiben wollen, weil sie bei einer Klage mehr verdienen, als bei einem normalen Verkauf. Wer den Film gekauft hat, aber keinen Abspieler mit neuartigem Abspielschutz sein Eigen nennt, muss dadurch den Film illegal runterladen, wenn er ihn zu Hause schauen will, ohne gleich noch einen neuen Abspieler zu kaufen – der dann vielleicht mit der nächsten Neuerung im Abspielschutz wieder ersetzt werden muss…


  1. Dafür haben sie ja auch kein Geld ausgegeben. Das Geld ist nicht für das Schauen des Films und erst recht nicht für den Besitz, sondern alleine für die Spannende Erwartung, wie der Spieler auf die Platte reagieren wird. 

  2. Wenn schon gewalttätiger Überfall mit Entwendung des Eigentums, dann richtig. Denn genauso wie wir den Besitzern des „Intellektuellen Eigentums“ mit unserem bösartigen Kopieren ihr Eigentum entwenden3, nimmt ihnen bei unseren Schrecklichen Taten jeder einzelne von uns mit jeder einzelnen Kopie ihr Leben. Also denkt daran, wenn ihr das nächste Mal zusammen mit den hunderten von Millionen Piraten etwas kopiert: Jeder von euch hat mit jeder Kopie einen der paar hundert Plattenbosse auf dem Gewissen! Das meine ich, wie ich es sage: Jeder einzelne von euch tötet einen von ihnen! Mit jeder einzelnen Kopie! … … … Klon-Execs! Warnt die Jedi! 

  3. Was auch immer sie euch dazu erzählen, wie böse euer Kopieren ist: Wenn ihr die Werke, die ihr runterladet, gar nicht hättet kaufen können (oder eh nicht gekauft hättet), dann könnt ihr auch keinen Schaden verursachen. Ihr habt mehr, aber niemand hat weniger, denn sonst müsstet ihr annehmen, dass euer Geld, bevor ihr es überhaupt verdient habt, schon den Plattenbossen gehört und ihr es ihnen bösartig „raubt“, wenn ihr es ihnen nicht gebt. Um es mit Volker Pispers zu sagen: Die Bosse der Medienverschiebeindustrie „verteidigen nicht, was ihnen gehört, sondern was sie gerne hätten“ (deswegen wird auch „unser Öl am Hindukusch verteidigt“…). Daher erhöhen Tauschbörsen ohne reale Kosten den allgemeinen Wohlstand und sind so um Größenordnungen effizienter als jedes staatliche Kulturförderprogramm. 

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Willkommen im Weltenwald!
((λ()'Dr.ArneBab))



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